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Anhang 4 der Geschäftsordnung




Publikationsordnung Forschungsverbund Community Medicine

 

Publikationsordnung Forschungsverbund Community Medicine

 

Die Mitglieder des Forschungsverbundes verfahren in ihrer Publikationstätigkeit, sofern es sich um Forschungsergebnisse der Basisstudie und ihrer assoziierten Projekte handelt bzw. sofern Ergebnisse unabhängiger Projekte in ausgewiesener Form aus dem Forschungsverbund hervorgehen sollen, nach den nachfolgenden Grundsätzen. Oberstes Prinzip bei der Anwendung dieser Grundsätze ist die Pflege der Kollegialität zwischen allen Beteiligten und die Förderung jeder Form der Publikationstätigkeit. Unter diesen beiden Prämissen ist der Forschungsverbund bestrebt, alle Initiativen seiner Mitglieder und Kooperationspartner, die das Ziel haben, wissenschaftliche Daten aus dem Bereich der Community Medicine zu veröffentlichen, nach besten Kräften zu fördern.

 

Unter Publikationen im Sinne dieser Regeln sind Manuskripte, Monographien, Abstracts, Videos, CD-ROMs, Graphiken, Tonbänder und ähnliches zu verstehen, die von Mitgliedern des Forschungsverbundes und externen Wissenschaftlern erstellt werden und zu denen Daten genutzt und verarbeitet werden, die im Rahmen der Basisstudie erhoben wurden.

 

Diese Publikationsordnung gilt nicht für unabhängige Projekte, die ihr wissenschaftliches Material unabhängig von den Erhebungen der Basisstudie erarbeitet haben. Die Veröffentlichung von Daten aus unabhängigen Projekten mit dem Hinweis (in Form einer Fußnote) auf den Forschungsverbund Community Medicine wird ausdrücklich begrüßt. Voraussetzung für die Verwendung der Fußnote ist, dass die Projekte Community-Medicine-relevant sind. Der Forschungsverbund bietet zur fachlichen Beratung hinsichtlich der Community-Medicine- Relevanz sein Steering Committee (siehe unten) an, wobei dieses im Falle eines negativen Votums nicht das Recht hat, die Publikation zurückzuhalten. Die Verwendung einer Fußnote mit dem Hinweis auf den Forschungsverbund Community Medicine setzt bei jeder einzelnen Publikation die Zustimmung durch das Steering Committee voraus. Wird diese versagt, steht es dem Antragsteller frei, die Publikation ohne Fußnote vorzunehmen.

 

Die nachfolgenden Regeln sollen die Zusammenarbeit im Forschungsverbund fördern und zur Entwicklung des Forschungsverbundes als Ganzes beitragen. Die Publikationstätigkeit wird durch ein Steering Committee beraten und koordiniert.

 

Autorenschaft

Es wird die Veröffentlichung der Ergebnisse durch den/die jeweiligen Bearbeiter der konkreten wissenschaftlichen Fragestellung angestrebt. Bei arbeitsgruppen-übergreifenden Projekten sind alle beteiligten Wissenschaftler und Gruppen angemessen zu beteiligen. Bei Veröffentlichungen, die auch Daten aus der Basisstudie verwenden, haben deren wissenschaftliche Leiter das Recht auf Mitautorenschaft. Darüber hinaus sind diejenigen wissenschaftlichen Mitarbeiter der Basisstudie an der Autorenschaft zu beteiligen, die wesentlich an der Konzeption und Datenerhebung im jeweiligen Themengebiet beteiligt waren. Diese Regeln gelten auch für Publikationen, die nach dem Förderzeitraum der Basisstudie erstellt werden sowie für Mitarbeiter nach Verlassen des Projektes, sofern sie einen wesentlichen Beitrag geleistet haben. Bei der Festlegung der Autorenschaft soll der wissenschaftliche Nachwuchs gezielt gefördert werden.

 

Einreichungsverfahren

Alle Manuskripte müssen vor der Einreichung bei einer wissenschaftlichen Zeitschrift dem Forschungsverbund vorgelegt werden. Die Publikationstätigkeit wird durch ein Steering Committee koordiniert. Wenn sich Publikationspläne einzelner Wissenschaftler überschneiden, versucht das Steering Committee eine Klärung herbeizuführen.

 

Steering Committee

Das Steering Committee besteht aus dem Inhaber des Lehrstuhls für Epidemiologie und Sozialmedizin bzw. dem wissenschaftlichen Leiter der Basisstudie und mindestens vier weiteren Mitgliedern. Über die Zusammensetzung des Steering Committees entscheidet die Mitgliedervollversammlung auf Vorschlag des Vorstandes (siehe § 4 der Geschäftsordnung).

 

Rechte und Pflichten des Steering Committees

a)

Sicherstellung der Einhaltung der Publikationsregeln. Bei Verstößen gegen die Publikationsregeln sucht das Steering Committee nach einer einvernehmlichen Lösung. In schwerwiegenden Fällen informiert das Steering Committee zunächst den Vorstand des Forschungsverbundes und danach, falls erforderlich, die Mitgliedervollversammlung, die endgültig über den Konfliktfall entscheidet.

b)

Entscheidung über die Community-Medicine-Relevanz der eingereichten Manuskripte. Bei fehlender Community-Medicine-Relevanz kann das Steering Committee verlangen, dass der Hinweis auf den Forschungsverbund aus dem Manuskript entfernt wird.

c)

Entscheidung über die methodische Kompatibilität der eingereichten Manuskripte mit dem Design und den Zielen der Basisstudie. Manuskripte, die unter Verwendung von Daten aus der Basisstudie erstellt wurden und die nach Auffassung des Steering Committees aus methodischen Gründen dem Design oder den Zielen der Basisstudie widersprechen, dürfen nicht veröffentlicht werden.

d)

Prüfung der inhaltlichen Übereinstimmung der eingereichten Manuskripte mit anderen bereits veröffentlichten oder noch nicht veröffentlichten Ergebnissen aus dem Forschungsverbund. Das Steering Committee macht die Autoren frühzeitig auf mögliche inhaltliche Widersprüche zu anderen Ergebnissen innerhalb des Forschungsverbundes aufmerksam. Ziel ist eine möglichst widerspruchsfreie Darstellung der Ergebnisse.

e)

Das Steering Committee erstellt eine Liste mit allen Veröffentlichungen aus dem Forschungsverbund Community Medicine. Die Liste wird laufend aktualisiert.

f)

Das Steering Committee entscheidet spätestens innerhalb von zwei Wochen über die eingereichten Manuskripte. Das Ergebnis wird dem Korrespondenzautor schriftlich mitgeteilt.



Hinweis auf Forschungsverbund und Drittmittelgeber

Alle Veröffentlichungen von Ergebnissen, die im Rahmen der Basisstudie oder der assoziierten Projekte erhoben wurden, müssen mit einer Fußnote versehen werden, in der darauf hingewiesen wird, dass es sich um ein Projekt im Rahmen des Forschungsverbundes Community Medicine der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald handelt. Die Drittmittelgeber sind anzugeben.

 

Public Use File

Nach Abschluss der Analysen und Publikationen können die Daten der Basisstudie in Absprache mit dem Data Safety and Monitoring Committee als Public Use File freigegeben werden. Der Zugriff auf das Public Use File bedarf noch einer speziellen Regelung.

 

Gute wissenschaftliche Praxis

Sofern über diese Regeln hinausgehend, sollen die Beteiligten den Empfehlungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft für gute wissenschaftliche Praxis folgen (gemäß Verlautbarung der DFG vom 15. 12. 1997).

 


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