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Teilnahme an der IMAD-Studie unter: 

Ansprechpartner: Kristin Werner und Sandra Lange
Telefon: 03834/ 86- 6961
E-mail: imad@uni-greifswald.de

 

Prüfarzt der IMAD-Studie für den Bereich der Radiologie:

Dr. med. Eiko Rathmann

Die Universitätsmedizin Greifswald überprüft in der IMAD-Studie die Wirksamkeit einer nicht-medikamentösen Therapie zur Behandlung der Alzheimer Demenz. An fünf aufeinanderfolgenden Tagen werden mit einer Blutwäsche spezifische Autoantikörper gegen Rezeptoren der Blutgefäße aus dem Blut entfernt. Dabei soll untersucht werden, ob eine solche Blutwäsche die Durchblutung des Gehirns verbessern und das schnelle Fortschreiten der Alzheimer-Demenz verlangsamen kann.

Für die Teilnahme an den Voruntersuchungen der IMAD-Studie reicht bereits der Verdacht auf eine vorliegende Alzheimer Demenz aus. Bei Studieneignung wird dann in einer Folgeuntersuchung die erforderliche Demenzdiagnostik durch das Studienteam durchgeführt.

Für Fragen und Terminvereinbarungen sind Kristin Werner und Sandra Lange vom IMAD-Studienteam unter 03834 86-6961 oder imad@uni-greifswald.de für Sie erreichbar.

Hintergrund der Studie

Antikörper sind die Schutzpolizei unseres Körpers. Sie spüren schädliche Strukturen, z. B. Bakterien oder Tumorzellen auf und bekämpfen sie. Manchmal kommt es jedoch vor, dass sich Antikörper nicht nur gegen körperfremde sondern auch gegen körpereigene Strukturen richten und im Körper Schäden anrichten.

Neuere Forschungsergebnisse zeigen, dass solche Antikörper, die sogenannten Autoantikörper, auch bei einer Alzheimer-Demenz eine Rolle spielen könnten. Im Fokus stehen hierbei spezielle Autoantikörper, die sich gegen Blutgefäße richten. Sie bewirken, dass die Sauerstoffversorgung wichtiger Organe, wie z. B. des Gehirns, beeinträchtigt wird. Durch die Entfernung dieser Autoantikörper mittels einer Blutwäsche kann die Durchblutung jedoch verbessert werden. Es wird angenommen, dass durch die Entfernung der Autoantikörper neben einer besseren Durchblutung des Gehirns, auch Eiweißablagerungen im Gehirn, die für die Alzheimer-Demenz charakteristisch sind, besser abtransportiert werden können. 

Ziele

Das Ziel der IMAD-Studie ist es, zu überprüfen, wie die Entfernung der Antikörper die Durchblutung des Gehirns und damit die Demenzerkrankung in ihrem Verlauf beeinflusst. Sollte sich die Entfernung der Antikörper positiv auf den Verlauf der Demenzerkrankung auswirken und dies durch die Studie nachweisbar sein, könnten perspektivisch neue Therapieansätze entwickelt und so Chancen zu einer besseren Demenzbehandlung eröffnet werden. 

Voraussetzungen für die Teilnahme an der IMAD-Studie

  • Alter zwischen 55 und 85 Jahren
  • Beginnende Alzheimer-Demenz (MMSE-Wert zwischen 19 und 26)*
  • Keine Einnahme eines antidementiven Medikaments oder Einnahme über mindestens 3 Monate

* Ein Verdacht auf eine beginnende Alzheimer-Demenz reicht für die Teilnahme an den   

Voruntersuchungen der IMAD-Studie bereits aus. Bei Studieneignung wird die erforderliche Demenzdiagnostik vom Studienteam erhoben.

Ablauf der Studie

In einer Voruntersuchung wird zunächst die Studieneignung festgestellt. Ein kurzer neuropsychologischer Test (etwa 10 Minuten) gibt Aufschluss über den Schweregrad einer möglichen Alzheimer-Demenz. Danach wird eine geringe Menge Blut entnommen und zur Analyse in ein Speziallabor verschickt. Anhand dieser Blutprobe wird festgestellt, ob Autoantikörper gegen einen bestimmten Blutgefäßrezeptor, den alpha-1-Adrenozeptor, vorliegen. Wir erhalten die Ergebnisse etwa 3-4 Wochen nach der Voruntersuchung.

Sind alle Kriterien für eine Studienteilnahme erfüllt, folgt die Basisuntersuchung. Diese Untersuchung besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil erfolgt die Demenzdiagnostik. Zu diesem Zweck werden die Gedächtnisleistung, die Sprachfähigkeit und die Orientierungsfähigkeit der Studienteilnehmer getestet. Im zweiten Teil der Untersuchung werden die Studienteilnehmer sinnbildlich auf Herz und Nieren überprüft. Hierzu werden verschiedene Parameter erhoben, die Aufschluss über den Zustand der Nierenfunktion, des Herz-Kreislauf-Systems, der Halsschlagadern und des Gehirns geben. 

Etwa 30 Tage nach der Basisuntersuchung findet an einem Sonntagnachmittag die stationäre Aufnahme auf der neurologischen Station der Universitätsmedizin Greifswald statt. An den folgenden fünf Tagen erhalten die Studienteilnehmer eine Blutwäsche. Diese dauert, abhängig von Größe und Gewicht, etwa 4 bis 6 Stunden. Am vorletzten Tag des stationären Aufenthaltes erhalten die Studienteilnehmer zur Stärkung des Immunsystems eine Antikörpermischung. An einem Samstagvormittag entlassen wir die Studienteilnehmer wieder nach Hause. Nur bei etwa einem von zehn Patienten werden die Autoantikörper später nachproduziert, so dass eine zweite Blutwäsche notwendig wird. Für die meisten Patienten reicht jedoch eine einzige Therapiewoche aus. Sofern dies gewünscht ist, besteht die Möglichkeit eine Begleitperson während der Dauer des stationären Aufenthaltes mitzubringen. 

Um die Wirksamkeit der Therapie zu überprüfen, laden wir die Studienteilnehmer nach einem, nach sechs und nach zwölf Monaten erneut zu einer Untersuchung ein. Diese entspricht in ihrem Ablauf der Basisuntersuchung.

Damit unseren Studienteilnehmern keine Unkosten durch die Studie entstehen, erstatten wir selbstverständlich sämtliche Fahrtkosten zu den Terminen in der Universitätsmedizin Greifswald. Nach dem stationären Aufenthalt erhalten die Studienteilnehmer zudem eine Aufwandsentschädigung. 

Das Studienteam

Die IMAD-Studie wird gemeinschaftlich an fünf Kliniken und Instituten der Universitätsmedizin Greifswald durchgeführt:

  • Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie
  • Klinik und Poliklinik für Innere Medizin A
  • Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B
  • Klinik und Poliklinik für Neurologie
  • Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Darüber hinaus finden Laboranalysen in den folgenden Einrichtungen statt:

  • Institut für klinische Chemie und Labormedizin der Universitätsmedizin Greifswald
  • Biometec GmbH (Greifswald)
  • E.R.D.E. GmbH (Berlin)
  • Berlin Cures GmbH (Berlin)

 

Alle Studienteilnehmer werden bei jedem Studientermin in der Universitätsmedizin Greifswald von Mitarbeitern der entsprechenden Kliniken, insbesondere von Frau Werner und Frau Lange, betreut.

IMAD-Studienteam (v. links n. rechts): Prof. Dr. Hans Jörgen Grabe, Prof. Dr. Sylvia Stracke, Prof. Dr. Marcus Dörr, Studienschwester Kristin Werner, OÄ Sarah Bornmann, M.Sc. hum.-biol. Sandra Lange, PD Dr. med. Sönke Langner


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