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Diagnostische Angiographie

Was verstehen wir unter einer diagnostischen Angiographie?

Mit zunehmender Lebenserwartung unserer Bevölkerung nimmt auch die Anzahl altersbedingter Erkrankungen der Blutgefäße, insbesondere der Schlagadern zu; es kommt häufig zu Verengungen und sogar Verschlüssen von Schlagadern, die Durchblutungsstörungen an den betroffenen Organen bzw. Körperteilen bewirken können.

 

Aber es gibt auch eine Vielzahl möglicher Gefäßerkrankungen bei jüngeren Menschen, sogar im Kindesalter, z.T. als angeborene Fehlbildungen.

 

Zur Untersuchung der Blutgefäße gibt es hauptsächlich 4 Verfahren, die sich alle in der letzten Zeit mit der stürmischen Entwicklung der bildgebenden Technik erheblich verbessert haben und weiter verfeinert werden. Es handelt sich um

 

  • die Ultraschalluntersuchung (Doppler-, Duplexsonographie)
  • die Computertomographie (CT-Angiographie)
  • die Magnetresonanztomographie (MRT-Angiograpie)
  • die digitale Subtraktionsangiographie (DSA)

 

Die Verfahren unterscheiden sich in der Genauigkeit der Abbildung, dem Risiko für den Patienten, ökonomischen Aspekten und der Verfügbarkeit. Ziel ist es, mit minimalem Aufwand zu möglichst guten Ergebnissen zu gelangen.

 

Teilweise ergänzen sich die genannten Methoden.

Was geschieht bei einer digitalen Subtraktionsangiograpie (DSA)?

Bei der DSA handelt es sich um eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen; dabei wird über einen dünnen Kunststoffkatheter ein Kontrastmittel direkt in die interessierende Gefäßregion eingespritzt. Während es durch die Adern fließt, werden Röntgenaufnahmen angefertigt, auf denen diese Blutgefäße sichtbar sind.

 

Der Katheter wird meist in der Leistenbeuge oder in der Ellenbeuge in das Gefäßsystem eingeführt. Dazu wird zunächst nach örtlicher Betäubung die Ader mit einer Hohlnadel punktiert und dann eine Katheterschleuse eingebracht. Von dort aus kann der Katheter schmerzlos im Gefäßsystem unter Durchleuchtungskontrolle in die vorgesehene Region bewegt werden. Während des Kontrastmitteldurchflusses kann kurzzeitig ein Wärmegefühl auftreten.

 

Nach Abschluss der Aufnahmen wird das Kathetersystem entfernt, die Punktionsstelle wird vom Arzt mehrere Minuten komprimiert und anschließend ein Druckverband angelegt. Um Blutungen zu vermeiden, ist für die nächsten Stunden Bettruhe erforderlich.

Wann ist eine diagnostische Angiographie erforderlich?

Die DSA ermöglicht unter allen erwähnten Methoden die größte Genauigkeit der Gefäßabbildung, vor allem auch der kleineren Äste. Die genaue Kenntnis der Gefäßsituation ist Voraussetzung für die Behandlung der Gefäßkrankheiten, aber auch vor geplanten Operationen an Tumoren beispielsweise an inneren Organen oder des Gehirns. In manchen Fällen kann nach einer diagnostischen Angiographie eine Behandlung mittels spezieller Katheter direkt angeschlossen werden, um Verengungen bzw. Verschlüsse von Gefäßen zu beheben.

Welche Risiken bestehen für den Patienten?

Es kann an der Punktionsstelle ein Bluterguß auftreten, durch Anlage eines festen Druckverbandes und Bettruhe aber meist vermeidbar. In seltenen Fällen kann durch den Katheter Material abgeschwemmt werden, das sich an der Gefäßinnenwand angelagert hatte und zu Durchblutungsstörungen führen.

 

Das Röntgenkontrastmittel enthält größere Mengen an Jod. Dieses kann allergische Reaktionen auslösen, die Funktion der Schilddrüse beeinflussen und bei erkrankten Nieren schädlich sein. Bei gründlicher Voruntersuchung und sorgfältiger Durchführung der Untersuchung ist das Risiko von Komplikationen aber gering.

Welche Vorbereitung ist notwendig?

Der Arzt muss genaue Kenntnis über Vorerkrankungen des Patienten, eine evtl. Neigung zu Allergien und über bestimmte Laborwerte (Blutgerinnung, Nieren- und Schilddrüsenfunktion) erlangen. Der Patient soll ausgeruht und entspannt sein, ausreichend Flüssigkeit zu sich genommen haben und - vor allem bei vorliegenden Risikofaktoren - nicht mit vollem Magen zur Untersuchung erscheinen.

 

Zwischen Arzt und Patienten erfolgt vorab ein ausführliches Aufklärungsgespräch, in dem der Arzt u.a. über Risiken und alternative Untersuchungsmethoden informiert und der Patient schließlich über seine Einwilligung entscheidet.



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