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Laserablation in der Lunge

Was soll die Laserablation von Lungenmetastasen erreichen?

Es ist heute möglich, Krebsgewebe durch Laser zu zerstören. Das wirksame Prinzip dieser Lasertherapie ist ein Erzeugen von großer Hitze. Bei der Lasertherapie wird das Gewebe um die Laserfaser herum auf über 80 ºC erhitzt und so zerstört. Diese Form der Lasertherapie hat sich in anderen Organen des menschlichen Körpers, u.a. in der Leber bewährt. In ganz Deutschland wurden mehrere Tausend Patienten erfolgreich mit dieser Methode an Lebermetastasen behandelt. Die Laserablation von Lungenherden ist möglich geworden, weil wir den Laser und das Besteck, welches zum Einführen des Lasers in die Metastase benutzt wird, miniaturisieren konnten.

 

Welchen Patienten kann die Laserablation von Lungenmetastasen helfen?

Grundsätzlich kann die Lasertherapie Lungenmetastasen aller Tumoren zerstören. Wenn man den häufigtsen (typischsten) Verlauf der verschiedenen Tumorerkrankungen in Betracht zieht, kann erwartet werden, dass folgende Patienten möglicherweise profitieren.

 

  • Tumoren der Darmes und des Enddarms
  • Sarkome
  • Hautkrebs (malignes Melanom)

 

Heute kann eine Laser-Behandlung von bis zu 3-4 Lungenmetastasen durchgeführt werden, wobei die Therapie um so belastender wird, je mehr Lungenmetastsen die Patientin/der Patient hat.

 

Was passiert bei der Laserablation von Lungenmetastasen?

Die Lasertherapie wird in der Computertomographie durchgeführt. Die Computertomographie, die Ihnen wahrscheinlich von Verlaufsuntersuchungen Ihrer Krebserkrankung her bekannt ist, ermöglicht es, Metastasen in der Lunge sehr genau zu lokalisieren und exakt mit Laserfasern zu punktieren. Der erste Schritt der Lasertherapie von Lungenmetastasen ist daher eine Computertomographie der Lunge. Wenn die Lungenmetastasen identifiziert wurden, wird auf der Haut die Einstichstelle für den Laser markiert. Mit einer dünnen Nadel gehen wir nach örtlicher Betäubung durch die Haut und durch die Brustwand in die, in der Lunge gelegene, Metastase hinein. Bis zu diesem Zeitpunkt unterscheidet sich die Lasertherapie nicht von diagnostischen Punktionen, wie sie regelmäßig in unserer Abteilung und in anderen Kliniken zur Entscheidung über die Gutartigkeit oder Bösartigkeit eines Lungenherdes durchgeführt werden.

 

Für die eigentliche Lasertherapie wird über die nun in der Metastase plazierte Nadel eine Laserfaser eingeführt. Unter Wasserkühlung wird der Laser dann gestartet und mit der Erhitzung des Gewebes begonnen. Sie erhalten ein Schmerzmittel, welches die durch die Behandlung möglichen Schmerzen weitgehend ausschaltet. Es ist jedoch nicht ganz auszuschließen, dass die Behandlung schmerzhaft ist. Die Zerstörung einer Lungenmetastase dauert etwa 20 min., nach dieser Zeit wird das System komplett entfernt. Bei erfolgreicher Therapie ist die Lungenmetastase vollständig zerstört, es bleibt ein blutgefüllter Hohlraum zurück, der bald vernarbt.

 

Welche Vorbereitung ist erforderlich?

Die Laserablation von Lungenmetastasen wird im Rahmen eine kurzen Aufenthaltes im Krankenhaus durchgeführt:

 

  • 1. Tag Aufnahme, Untersuchung, Aufklärungsgespräch, Kontrolle der Blutgerinnung, evtl. Röntgen
  • 2. Tag Laserablation (nüchtern bleiben!), Bettruhe, abends meist Kontroll-Röntgen der Lunge
  • 3. Tag oder 4. Tag Entlassung
  • Kontrolle nach 6 Wochen, 3 Monaten usw. (in Abhängigkeit von der individuellen Situation).

Welchen Gefahren bestehen bei der Laserablation von Lungenmetastasen

Die eingeführte Behandlung von Lungenmetastasen ist heute die operative Entfernung. Durch den Verzicht auf die Operation können sich Ihre Behandlungsaussichten verschlechtern. Wir haben die Nachuntersuchungen, die wir bei Ihnen durchführen werden, so eingerichtet, daß dieses Risiko kleingehalten wird. Dies betrifft insbesondere die Computertomographie der Lunge.

 

Die Lungenpunktion ist mit verschiedenen Risiken verknüpft, die denen bei diagnostischen Punktionen entsprechen, und die uns daher gut bekannt sind. Eine wichtige Komplikation ist der sogenannte "Pneumothorax", der Lungenkollaps. Die Lunge wird normalerweise durch einen Unterdruck an der Brustwand gehalten, bei der Punktion kann es hier zu einer Undichtigkeit kommen, die zum Lungenkollaps führt. In diesem Fall muss vorübergehend oder für 1 bis 2 Tage eine Absauganlage in den sogenannten "Pleuraspalt" hineingelegt werden. Unter einem Sog entfaltet sich die Lunge dann wieder. Wir werden im Gespräch mit Ihnen darauf hinweisen, dass die Häufigkeit eines Lungenkollapses größer ist, wenn Sie Raucher sind oder waren oder an einer besonderen Lungenerkrankung, dem Emphysem leiden.

 

Eine weitere mögliche Komplikation ist die Infektion. Wir führen die Punktion und die Lasertherapie unter sterilen Bedingungen durch. Selbst bei sorgfältiger und korrekter Durchführung kann es nicht ganz ausgeschlossen werden, dass es in seltenen Fällen zu einer Infektion der Haut, des Zugangsweges durch die Brustwand oder der Lunge selbst kommt. Eine Antibiotika-Therapie oder ähnliche Maßnahmen können dann erforderlich werden.

 

Eine schwerwiegende Komplikation, die nicht ganz ausgeschlossen werden kann, ist die Embolie. Bei der Embolie bildet sich ein Blutgerinnsel in einem Lungengefäß in der Nähe der behandelten Metastase. Diese Embolie kann mit dem Blutstrom fortgeschwemmt werden, zu einem Ausfall von anderen Organen, in schwerwiegenden Fällen zu einem Herz- oder Hirninfarkt führen. Eine solche Embolie ist selten und Sie können helfen, sie zu verhindern, indem Sie sich bemühen einen Hustenreiz zu unterdrücken, und indem Sie uns sofort aufmerksam machen, wenn Sie einen Hustenreiz spüren.



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