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SIRT

Pressemitteilung OZ vom 29.2.2007

Neue Therapie für Lebertumore

Greifswald.

 

Mit einer neuartigen Behandlungsmethode für Patienten mit Lebertumoren macht das Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie des Uniklinikums von sich reden. Denn bei Patienten, die weder chirurgisch noch chemotherapeutisch erfolgreich behandelt werden konnten, zeigt ein neues Verfahren erfolgversprechende Aussichten: die Selective Internal Radiation Therapy (SIRT). Wie Dr. Ralf Puls, Oberarzt für Allgemeine und Interventionelle Radiologie, erklärte, wurde das Verfahren bislang lediglich in München, Aachen und Lübeck angewendet. "Leberturmore entstehen oftmals als Tochtergeschwulste nach Brust- oder Darmkrebs. Ende vergangenen Jahres haben wir in Greifswald den ersten Patienten, einen Mann aus Rostock, mit der SIRT-Therapie behandelt. Und die jetzt erfolgte Kontrolle zeigt, dass wir sehr gute Ergebnisse erzielt haben. Der Tumor ist deutlich kleiner geworden", berichtet Oberarzt Dr. Ralf Puls.

 

Nach Aussage des Oberarztes werden bei chirurgisch nicht resektablen primären oder sekundären Lebertumoren neben einer systemischen Chemotherapie zunehmend auch minimal-invasive Verfahren wie die transarterielle Chemoembolisation oder die Laserinduzierte Thermotherapie angewendet. "Trotz der genannten Anwendungsmöglichkeiten zeigt sich bei einem erheblichen Anteil der Patienten ein Fortschreiten der Lebererkrankung", so Dr. Puls. Beim neuen SIRT-Verfahren werden nun den betroffenen Patienten biokompatible Mikrosphären, die eine radioaktive Substanz mit sehr kurzen Reichweiten enthält, direkt in die Leber versorgenden Gefäße injiziert. Dabei wird das in Mikrosphären verkapselte 90-Yttrium, ein β-Strahler, über einen Katheter, der von der Leiste des Patienten eingeführt wird, direkt in die Leberschlagader eingespritzt. Die Tumore werden einer lokal hohen Strahlendosis ausgesetzt und gleichzeitig Tumorgefäße verschlossen. "Unsere erste Erfahrungen mit SIRT sind gerade unter Erhalt der Lebensqualität der behandelten Patienten sehr positiv", schätzt Dr. Ralf Puls ein.

 

C. M.
Ostsee-Zeitung GmbH & Co. KG



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