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Sympathikolyse

Allgemeines

Die CT-gesteuerte Sympatikolyse im Bereich der Lendenwirbelsäule ist ein Eingriff zur Steigerung der Durchblutung des Beines. Wesentlich seltener findet dieser Eingriff Anwendung im Bereich der Brustwirbelsäule. Hier ebenfalls, um Durchblutungsstörungen im Bereich der Arme zu behandeln. Eine andere Indikation stellen Schmerzzustände aufgrund entzündlicher oder degenerativer Veränderungen des Schultergürtels dar.

 

Welchen Patienten kann die Sympatikolyse helfen?

Anwendung findet das genannte Verfahren bei Durchblutungsstörungen an Beinen bzw. Armen, die durch Schädigung insbesondere kleinerer Gefäße bedingt sind und bei denen ein operativer Eingriff wenig sinnvoll wäre. Es können aber auch Patienten behandelt werden, bei denen eine operativer Eingriff möglich wäre, aufgrund von Begleiterkrankungen aber zu risikoreich ist.

 

 

Was passiert bei der Sympatikolyse?

Der Sympatikusnerv ist ein "Eingeweidenerv". Er beeinflusst unter anderem die Durchblutung ist mit verantwortlich für akute bzw. chronische Schmerzzustände. Ziel der Behandlung ist es deshalb, diesen Nerven auszuschalten. Im Computertomographen kann der Sympatikusnerv sichtbar gemacht werden, dieser Nerv liegt unmittelbar vor der Wirbelsäule. In örtlicher Betäubung wird dann eine sehr dünne Nadel bis an diesen Nerv vorgebracht. Danach erfolgt die Injektion eines Medikamentes um den Nerven, was zu dessen Verödung führt.

 

 

Welche Vorbereitung ist erforderlich?

Die Sympatikolyse wird im Rahmen eines in der Regel 3-4 tägigen Krankenhausaufenthaltes durchgeführt.

 

  1. Aufnahme, Untersuchung, Aufklärungsgespräch, Kontrolle der Blutgerinnung, Abklärung der Kontrastmittelverträglichkeit, evtl. Röntgen.
  2. Sympatikolyse (nüchtern bleiben!), Bettruhe, abends evtl. Kontroll-Röntgen der Lunge (bei Sympatikolyse im Bereich der Brustwirbelsäule).
  3. gegebenenfalls Entlassung
  4. Entlassung

Welche Gefahren bestehen bei der Sympatikolyse?

Das Verfahren ist äußerst nebenwirkungsarm. Bei der exakten Durchführung der Methode haben wir in seltenen Fällen eine zeitlich befristete Schmerzreaktion im Oberschenkel (im Hautbereich) festgestellt. Sie kann im allgemeinen gut durch die Gabe von Schmerzmedikamenten behandelt werden. Da vor dem Eingriff die ableitenden Harnwege mit Kontrastmittel dargestellt werden, ist eine Verletzung der Harnleiter ebenfalls sehr selten (bei Sympatikolyse im Bereich der Lendenwirbelsäule). Bei Sympatikolyse im Bereich der Brustwirbelsäule kann es zu einem Lungenkollaps kommen ("Pneumothorax"). Normalerweise wird die Lunge durch einen Unterdruck an der Brustwand gehalten, bei der Punktion kann es hier zu einer Undichtigkeit kommen, die zum Lungenkollaps führt. In diesem Fall muss vorübergehend oder für 1 bis 2 Tage eine Absauganlage in den sogenannen "Pleuraspalt" hineingelegt werden. Unter einem Sog entfaltet sich die Lunge dann wieder. Als weitere Komplikationen sind Lähmungserscheinungen an Armen bzw. Beinen sowie Blutungen und Entzündungen im Injektionsbereich denkbar. Diese Komplikationen sind jedoch ebenfalls sehr selten.



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