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Vertebroplastie

Einführung

Die perkutane Vertebroplastie ist ein minimal invasives Verfahren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen des Skelettsystems, wobei die Hauptanwendung im Bereich der Wirbelsäule liegt. Es ist in erster Linie eine Methode zur Schmerzbehandlung. Daneben werden auch stabilisierende Effekte diskutiert, für die ein gesicherter wissenschaftlicher Nachweis bisher jedoch noch nicht erbracht wurde.

 

Wer kann mit der Methode behandelt werden?

Hauptsächlich werden Patienten behandelt, die unter Rückenschmerzen aufgrund von Geschwulsten leiden. Aber auch bei ausgeprägter Knochenentkalkung (Osteoporose) und dadurch herbeigeführten Wirbelkörperbrüchen kann das Verfahren zur Schmerzbehandlung und Knochenstabilisierung angewendet werden. Darüberhinaus sind auch noch einige andere Erkrankungen behandelbar.

 

Prinzip

Unter Röntgendurchleuchtung wird in örtlicher Betäubung oder während einer Kurznarkose eine Nadel vom Rücken her in den betroffenen Wirbelkörper eingebracht. Ist die Nadel richtig plaziert, wird durch diese flüssiger Knochenzement eingespritzt. Knochenzement wird seit vielen Jahren problemlos in der Orthopädie und Unfallchirurgie zum Befestigen von Prothesen u.ä. eingesetzt und wird vom eigenen Knochen sehr gut angenommen. Nach etwa 10 min ist der Knochenzement ausgehärtet und nach dem Entfernen der Nadel ist die Behandlung beendet.

 

Nachbehandlung

Es sollten 24 Stunden erweiterte Bettruhe im Krankenhaus eingehalten werden. Danach ist eine rasche Mobilisierung bis zur Vollbelastung möglich. Eine Computertomographie zur Kontrolle sollte in regelmäßigen Abständen nach Absprache mit dem Arzt erfolgen.

 

 

Nebenwirkungen

Wie bei jeder medizinischen Maßnahme gibt es mögliche Risiken und Nebenwirkungen. Sehr selten sind Nerven- und Blutgefäßverletzungen beim Vorschieben der Nadel. Selten kommt es während des Einspritzens des Knochenzementes zu einem Austreten aus dem Wirbelkörper. Dies bleibt in der Regel folgenlos und ist unproblematisch. Nur bei einem Eindringen in den Wirbelkanal, z.B. durch eine vorher nicht sichtbare Bruchspalte, kann es zu einer Bedrängung von Nervenstrukturen und im Extremfall bis zu einer Querschnittslähmung kommen. Um diese extrem seltene Komplikation zu vermeiden, kann eine schnelle operative Entfernung des nicht richtig liegenden Knochenzementes erforderlich werden. Wenige Patienten zeigen eine Kreislaufreaktion mit erniedrigtem Blutdruck während der Zementeinbringung. Sehr selten kann es eine Reaktion auf das benutzte Röntgenkontrastmittel geben.

 

 

Erfolgsaussichten

In den bisher durchgeführten Studien äußerten die meisten Patienten ( über 90%) eine deutliche Beschwerdelinderung. Der Erfolg der Methode hängt auch bei technisch einwandfreiem Gelingen von verschiedenen anderen Faktoren ab. Neben dem schmerzhaften Wirbelkörper gibt es gerade an der Wirbelsäule eine Reihe anderer Schmerzursachen wie z.B. den Bandscheibenvorfall oder −verschleiß sowie die Abnutzung der kleinen Wirbelgelenke, die durch die Vertebroplastie nicht behandelt werden. Auch benachbarte Wirbelkörper ohne größere röntgenologische Schäden können weiter schmerzhaft sein oder es in der Folgezeit werden. Daher muß sorgfältig abgewogen werden, welchen Patienten wir mit diesem Verfahren helfen können und welche Wirbelkörper zu behandeln sind. Auch eine zeitgleiche Mehrfachbehandlung sowie die spätere Wiederholung an anderen Wirbelkörpern sind möglich.

 

Eine parallel durchgeführte andere Behandlung ( z.B. Chemo- oder Strahlentherapie, Schmerzmitteleinstellung) stellt kein erhöhtes Risiko dar und ist gefahrlos möglich.

 

Voraussetzung zur Durchführung

Sie müssen nüchtern zur Untersuchung kommen. Allgemeine Laborwerte müssen überprüft und die Blutgerinnung ungestört sein. Es sollten möglichst keine Allergien bekannt sein.



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