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Neun von zehn Erwachsenen zeigen im Laufe ihres Lebens Veränderungen an den Beinvenen. Dabei kommt den Venen eine wichtige Funktion bei der Blutversorgung der Beine zu: der Abtransport des Blut zurück zum Herzen. Das passiert einerseits durch die „Venöse Muskelpumpe“, andererseits durch die Venenklappen. Beim Anspannen der Beinmuskeln, etwa beim Gehen, drücken die kontrahierten Muskeln auf die Venen und pressen das Blut nach oben aus den Beinen heraus. Die Venenklappen verhindern den Rückfluss des Blutes, sie wirken wie ein Ventil. Viele Venenkrankheiten führen zu einer Einschränkung oder gar zu einem Verlust der Venenfunktion. So kann das Blut nicht mehr ausreichend aus den Beinen abtransportiert werden, der Druck auf das Gewebe steigt. Das führt im Allgemeinen zu einer Unterversorgung der Beine mit Sauerstoff, was zu Hautveränderungen und im schlimmsten Fall zum Absterben der Haut und damit zu nicht heilenden offenen Wunden (Ulcus cruris venosum) führt.

 

 

Chronisch Venöse Insuffizienz

Bei einer langfristigen Stauung des Blutes in den Beinvenen und dem damit verbundenen Druckanstieg, kommt es früher oder später zum Versagen der oberflächlichen Beinvenen, die Venenklappen funktionieren nicht mehr, es kommt zu Rückfluss und Stauung des Blutes in den Beinen. Bei diesem Zustand spricht man von chronisch venöser Insuffizienz (CVI). Diese Fehlfunktion ist die Grundlage für die Entstehung verschiedener anderer venöser Krankheiten, wie Krampfadern, Hautveränderungen oder gar Ulcus cruris. Da die Ausprägung der CVI und ihrer Nachfolgeerscheinungen sehr unterschiedlich ausfallen können, sind modernste diagnostische Methoden nötig, um eine genaue und patientenspezifische Beurteilung der Situation möglich zu machen (mehr unter Diagnostik). Zur Behandlung der Folgekrankheiten steht also die Therapie der CVI und damit die Wiederherstellung der Venenfunktion an oberster Stelle. Hierzu steht dem Spezialistenteam des Greifswalder Venen- und Wundzentrums ein breites Spektrum an Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, um für jeden Patienten eine optimale Therapie zusammenzustellen.

 

Tiefe Beinvenen-Thrombose

Von Thrombose spricht man, wenn sich ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß festsetzt und so den Durchfluss be- oder sogar verhindert. Die Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) kann als Gerinnung am falschen Ort verstanden werden. Thromben können sowohl in Arterien als auch in Venen entstehen. Die Entstehung wird durch Gefäßverletzungen, Störung der Blutgerinnung und stark verlangsamte Flussgeschwindigkeit des Blutes begünstigt.

Im häufigsten Fall setzen sich die Thromben in Beinvenen fest und verstopfen diese wörtlich. Die Symptome reichen von Schwellungen und Wärmegefühl an Knöchel oder Bein über gerötete oder gespannte Haut bis zu Spannungsgefühl und Schmerzen in Fuß oder Bein. Die Symptome können in ihrer Intensität sehr unterschiedlich ausfallen, müssen aber immer ernst genommen werden, da sich im ungünstigsten Fall der Thrombus lösen kann und sich über den Blutkreislauf bis zur Lunge bewegen kann, wobei es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen kann.

Eine rechtzeitige und genaue Erkennung (Diagnostik) ist essentiell um durch eine wirksame Behandlung das Risiko auf akute und chronische Folgeerkrankungen zu minimieren..

Hierbei kann es durch die Thrombose zu einer irreversiblen Schädigung der Venenklappen und somit zur therapiebedürftigen Einschränkung der Venenfunktion kommen. Auch hier steht unserem Expertenteam eine Breite an Möglichkeiten zur Verfügung, um für jeden Patienten eine optimale Therapie zur Sanierung des Beinvenensystems zusammenzustellen.

Die Behandlung einer akuten Thrombose wird durch sofortige medikamentöse Therapie (Blutverdünner) dem Thrombuswachstum entgegengewirkt und durch eine Kompressionstherapie werden die Venen in ihrer Funktion unterstützt. In einigen Fällen kann es nötig sein, den Thrombus operativ zu entfernen. In selteneren Fällen, kann es auch zu einer Thrombose der Armvenen kommen, auch diese wird in unserem Venen- und Wundzentrum sicher diagnostiziert und fachgerecht therapiert.

 

Ulcus cruris venosum

Als schwerste Folge von Venenerkrankungen kann das Ulcus cruris angesehen werden, man spricht auch vom „offenen Bein“. Rund 80.000 Menschen sind in Deutschland betroffen. Durch die chronische Stauung von Blut in den Beinen und die damit verbundene Unterversorgung des Beines mit sauerstoffreichem Blut kommt es letztendlich zum Absterben von Beingewebe. Zur Heilung des Geschwürs muss also die Behandlung der Ursache im Vordergrund stehen (siehe Therapie).

Da das Ulcus cruris für die Betroffenen eine hohe Belastung darstellen kann, einerseits durch Schmerzen, andererseits aber auch psychisch, ist eine schnell wirksame und vor allem nachhaltige Therapie wichtig. Neben der Behandlung der Grunderkrankung wird die chronische Wunde operativ behandelt. Neben der Deckung mit Hauttransplantaten steht eine Förderung der körpereigenen Wundheilung im Vordergrund. Neben professioneller Wundreinigung kommen auch modernste Verfahren wie die Applikation von elektrischem Strom zum tragen, die die Durchblutung der Wunde, und damit die Heilung fördern. Auch Blutwäscheverfahren (Fibrinogenapherese) zur Reduktion von Entzündungsfaktoren im Blut werden in unserem Zentrum zur Förderung der Wundheilung eingesetzt. Regelmäßige Kontrollen und eine patientenspezifische und optimal angepasste Nachsorge minimieren das Risiko eines Wiederauftretens der Wunde.

 



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