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Herz-Kreislauf-Erkrankungen tragen entscheidend zur Morbidität der Bevölkerung bei. Eine relativ neue Sichtweise ist, dass Immunreaktionen mit der Bildung von Antikörpern gegen körpereigene Strukturen (Autoantikörper) eine wichtige Ursache für schwere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind. Antikörper sind Proteine, die normalerweise gegen körperfremde Substanzen (z.B. Viren oder Bakterien) gerichtet sind und diese unschädlich machen. Während der letzten Jahre haben die Arbeitsgruppen des Instituts für Immunologie und Transfusionsmedizin (Immunhämatologie) und der Klinik für Innere Medizin B (Kardiologie) an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald ihre international anerkannten Forschungsaktivitäten gebündelt und an gemeinsamen Forschungsprojekten im Hinblick auf Autoimmunreaktionen bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gearbeitet. Sowohl bei der durch Biotherapeutika (z.B. Heparin) im Blut induzierten Immunreaktion gegen Blutzellen als auch bei der Herzmuskelschwäche konnte gezeigt werden, dass organspezifische Autoantikörper eine zentrale Rolle spielen.

 

Am Beispiel der durch Heparin induzierten Thrombozytopenie konnte kürzlich erstmals die sehr komplexe Struktur der zur Antikörperbildung führenden Antigene mit den Methoden der Biophysik und der Nanotechnologie charakterisiert werden. Damit gelang insbesondere der Nachweis von Immunkomplexen in biologischen Systemen, ihre Vermessung und ihre Abbildung mittels Rasterkraftmikroskopie (AFM).

 

Abb. li. Darstellung von PF4-Molekülen
Abb. re. Darstellung der Immunkomplexe (PF4 u. Heparin) nach Verabreichung von Heparin bei HIT-Patienten

 

Diese hoch auflösenden, bildgebenden Verfahren werden neben den Methoden der Immunhämatologie und Kardiologie eine zunehmend wichtige Rolle bei der Erforschung der komplexen Molekülstruktur und den Mechanismen von Autoantikörpern spielen. Der Forschungsfokus liegt dabei auf zwei Krankheitsbildern des Herz-Kreislauf-Systems (der durch Heparin induzierten Thrombozytopenie und der Dilatativen Kardiomyopathie), die durch prinzipiell ähnliche Prozesse verursacht werden.

 

HIT (Heparin induzierte Thrombozytopenie)

DCM (Dilatative Kardiomyopathie)

Underlying Mechanisms