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DCM (Dilatative Kardiomyopathie)

 

Die dilatative Kardiomyopathie ist eine Herzmuskelerkrankung mit schlechter Prognose. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer kontinuierlichen Größenzunahme beider Herzkammern und fortschreitenden Pumpschwäche des Herzmuskels. Dies hat zur der Folge, dass die linke Herzkammer nicht mehr in der Lage ist, genügend Blut auszuwerfen, was die Herzfunktion einschränkt und letztlich zu einer kritischen Einschränkung der Blutversorgung aller Organe führt. Symptome wie außerordentlich schlechte körperliche Belastbarkeit und leichte Ermüdbarkeit sind die Folge. Im Spätstadium ist das Herz deutlich vergrößert, und es liegt eine Herzinsuffizienz vor. Wenn auf dem Boden dieser Herzmuskelerkrankung klinisch Zeichen einer Herzinsuffizienz vorliegen, ist die Wahrscheinlichkeit, die nächsten 5 Jahre zu überleben, äußerst gering. Die Sterberate bei DCM-Patienten liegt immer noch über 50%, wenn sie nicht einer Herztransplantation unterzogen werden. Insofern ähnelt die Prognose der dilatativen Kardiomyopathie anderen bösartigen Erkrankungen. Entsprechend neuerer Forschungsergebnisse kann davon ausgegangen werden, dass bei der Mehrzahl der Patienten eine Entzündung des Herzmuskels oder eine myokardiale Virusinfektion (Myokarditis, inflammatorische Kardiomyopathie) die Ursache sind. Ist die Ausheilung jedoch nicht vollständig, entwickelt sich der Entzündungsprozess zu einer chronischen Herzmuskelentzündung mit der Folge eines kontinuierlichen Untergangs der Herzmuskelzellen. In vielen Fällen richtet sich die Immunabwehr nicht nur gegen Viren, sondern auch - im Sinne einer immunologischen Fehlregulation - gegen körpereigene Proteine auf den Herzmuskelzellen.

 

In der Klinik für Innere Medizin B der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald als einzigem Zentrum in Mecklenburg-Vorpommern wurde die Immunadsorption bei Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie erstmals erfolgreich therapeutisch eingesetzt mit dem Ziel, Antikörper, die sich gegen Herzmuskelzellen richten, aus dem Blut zu entfernen. In weitergehenden wissenschaftlichen Untersuchungen der Arbeitsgruppe konnte erstmals nachgewiesen werden, dass sich durch die Immunadsorptionstherapie auch die Herzmuskelentzündung zurückbildet.

 

HIT (Heparin induzierte Thrombozytopenie)

Underlying Mechanisms