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Abdominelle und Stoffwechselerkrankungen




Kurzbeschreibung

Abdominelle und Stoffwechselkrankheiten stellen ein Verbundthema der Medizinischen Fakultät dar. Dabei sind die wichtigsten Schwerpunktkrankheiten in diesem Bereich die Fettleber, die Fettleberentzündung sowie die Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Die Leberverfettung (Non-Alcoholic Fatty Liver Disease, NAFLD) und die nicht-alkoholische Steatohepatitis (NASH) sind die häufigste Ursache für die Erhöhung von Leberlaborwerten von Patienten. Die NAFLD ist eine der Hauptursachen der kryptogenen Leberzirrhose, also einer Form der Leberdegeneration für die keine Viren oder Bakterien verantwortlich sind.

 

In der SHIP-Kohorte fanden sich bei 1.264 Probanden eine Fettleber (etwa 30%). Meist wird diese Diagnose mittels Ultraschall gestellt. In etwa 16% finden sich auch pathologische Laborwerte. Die Fettleber ist häufig vergesellschaftet mit einer Fettleibigkeit (Adipositas, erhöhter Body Mass Index (BMI)). Mit nicht-invasiven Testverfahren, also ohne Histologie, gelingt eine korrekte Zuordnung nur in einem Drittel der Probanden.

Teil des Teams (Prof. Lerch, Prof. Völzke, Prof. Mayerle, Dr. Teumer, Prof. Völker)

Zurzeit erfolgen in der Arbeitsgruppe, die sich aus Gastroenterologen, Endokrinologen, Funktionellen Genomforschern, Radiologen, Pathologen und Epidemiologen zusammensetzt, eine genaue Charakterisierung von NAFLD und NASH. Hierzu werden Biomaterialien wie Blut-DNA, Blut-RNA, Proteine aus dem Blut und das Stuhlmikrobiom untersucht. Dabei werden zwei unterschiedliche Kohorten untersucht. Einmal die freiwilligen Probanden der SHIP-Studie, bei der sich die Fettleber und die Fettleberhepatitis mittels Kernspintomographie, Sonografie und anhand von Bluttests sichern lassen. Zum anderen wurde im GANI_MED-Projekt eine Kohorte von 400 Patienten der Gastroenterologie rekrutiert, bei denen klinisch auch eine Leberverfettung, eine Fettleberhepatitis oder ein Metabolisches Syndrom vorlagen und die analog zu den SHIP-Probanden untersucht werden. Ziele des Projektes sind zum einen eine verbesserte diagnostische Unterscheidung zwischen normaler Leber, „nur“ verfetteter Leber und Fettleberhepatitis oder fettleberbedingter Leberzirrhose. Dies kann anhand von Biomarkern oder nicht-invasiven, bildgebenden Verfahren erfolgen. Zum anderen geht es darum, die Faktoren zu identifizieren, die sich möglicherweise für eine therapeutische Intervention eignen oder die den Übergang in eine Zirrhose oder zu einem Leberkarzinom signalisieren.


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