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BMBF: Nationale Kohorte




Kurzbeschreibung

Ein Netzwerk deutscher Forschungseinrichtungen aus den Universitäten, der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Ressortforschung hat deutschlandweit die Initiative für den Aufbau einer groß angelegten Langzeit-Bevölkerungsstudie ergriffen, um

  • die Ursachen von Volkskrankheiten wie z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, Diabetes, Demenzerkrankungen und Infektionskrankheiten aufzuklären,
  • Risikofaktoren zu identifizieren,
  • Wege einer wirksamen Vorbeugung aufzuzeigen
  • Möglichkeiten der Früherkennung von Krankheiten zu identifizieren.

In dieser (Kohorten-)Studie werden 200.000 Menschen im Alter von 20-69 Jahren aus ganz Deutschland in 18 Studienzentren medizinisch untersucht (z.B. Lungenfunktion und körperliche Fitness) und nach Lebensgewohnheiten (z.B. körperliche Aktivität, Rauchen, Ernährung, Beruf) befragt. Darüber hinaus werden allen Studienteilnehmenden verschiedene Bioproben (z.B. Blut und Urin) entnommen und für spätere Forschungsprojekte in einer zentralen Bioprobenbank gelagert.

Ultraschalluntersuchung
Konzentrationstest
Bioprobenverarbeitung

Nach 5 Jahren werden alle Teilnehmenden erneut zu einer zweiten Untersuchung und Befragung in die Studienzentren eingeladen. Im Laufe der Nachbeobachtung über 10-20 Jahre werden bei einigen Teilnehmenden naturgemäß bestimmte Erkrankungen auftreten, die dann mit den erhobenen Daten in Verbindung gebracht werden können. Die Studie bietet damit ein einzigartiges Potential für eine Vielzahl von wissenschaftlichen Forschungsprojekten. Aus alldem werden die Forscher wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, wie

  • genetische Faktoren,
  • Umweltbedingungen,
  • soziales Umfeld und
  • Lebensstil

bei der Entstehung von Krankheiten zusammenwirken. Aus den Erkenntnissen sollen Strategien für eine bessere Vorbeugung und Behandlung der wichtigsten Volkskrankheiten abgeleitet werden.

Die Universitätsmedizin Greifswald beteiligt sich an der Nationalen Kohorte mit einem Studienzentrum in Neubrandenburg und temporären Studienzentren, bspw. in Neustrelitz. Insgesamt werden hier 20.000 zufällig ausgewählte Personen untersucht. Neubrandenburg zählt zu einem der fünf MRT-Standorte (Magnetresonanztomografie) der Nationalen Kohorte, so dass hier zusätzlich zu der Hauptuntersuchung Ganzkörper-MRTs angeboten werden.

Darüber hinaus ist die Universitätsmedizin einer von zwei wichtigen Standorten des Zentralen Datenmanagements der Nationalen Kohorte. Im Datenintegrationszentrum werden die Anwendungen für die Datenerhebung entwickelt und alle medizinischen Daten gespeichert. Die Unabhängige Treuhandstelle verwahrt dagegen zentral alle personenidentifizierenden Daten der Teilnehmenden. Die Transferstelle ist schließlich für die Beantragung und Herausgabe der medizinischen Daten an nationale und internationale Forscher zuständig.

Kontakt 

Studienzentrum

Dr. Sabine Schipf

Universitätsmedizin Greifswald

Institut für Community Medicine

Abteilung SHIP-KEF

Walther-Rathenau-Str. 46

17475 Greifswald

sabine.schipf@uni-greifswald.de

Tel.: 03834 86-19658

 

Zentrales Datenmanagement

Dr. Gunthard Stübs

Universitätsmedizin Greifswald

Institut für Community Medicine

Abteilung Versorgungsepidemiologie und Community Health

Ellernholzstr. 1-2

17487 Greifswald

gunthard.stuebs@uni-greifswald.de

Tel.: 03834 86-7754


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