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EU: Modellregion „Pomerania“ für ein grenzübergreifendes Neugeborenen-Screening




Kurzbeschreibung

Das Neugeborenenscreening ist eine Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von angeborenen Stoffwechseldefekten und hormonellen Störungen. Ziel ist es, die Erkrankten schon in den ersten Lebenstagen zu finden und, falls erforderlich, sofort eine Therapie einzuleiten, um damit schwere Behinderungen und Todesfälle zu vermeiden.


Pomerania-Projekt (INT-10-0008)

Ziel des mit 2,1 Mio. Euro geförderten Interreg VI A Projektes ist die Bildung eines länderübergreifenden Screeningzentrums Greifswald-Szczcecin. Auf deutscher Seite wurde das Mukoviszidose-Screening neu eingeführt, während im Szczceciner Raum das Spektrum der erfassten Krankheiten von 3 auf 14 erhöht wurde. Ein intensiver Wissens- und Technologietransfer wurde für die Projektdauer und darüber hinaus etabliert.


Deutsche Partner:

  • Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (IKCL), Universitätsmedizin Greifswald (Leadpartner)
  • Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsmedizin Greifswald
  • Zentrum für Forschungsförderung, Universität Greifswald (ZFF)


Polnische Partner:

  • Pommersche Medizinische Universität Stettin (PUM), Szczecin,
  • Institut für Mutter und Kind, Warszawa


Mukoviszidose-Screening

Im Rahmen des Pomerania-Projektes wurde das Mukoviszidose-Screening als Studie flächendeckend in Mecklenburg-Vorpommern angeboten. Voraussetzung war die Überprüfung und Befürwortung durch die Ethikkommission. Diese zusätzliche Vorsorgeuntersuchung ist für die Eltern kostenlos. Betroffene Kinder werden in den 4 Ambulanzen in Greifswald, Neubrandenburg, Rostock und Schwerin des Mukoviszidose-Zentrum M-V eng betreut und begleitet.


Ergebnisse

Im Zeitraum Dezember 2011 – Mai 2015 wurden mehr als 37.000 polnische Neugeborene untersucht. Bei 33 polnischen Neugeborenen wurden angeborene Stoffwechsel- und Hormonstörungen frühzeitig erkannt. Bei den über 28.000 Neugeborenen in MV, die auf Mukoviszidose untersucht wurden, konnten bislang sieben Kinder zeitnah identifiziert und entsprechend therapiert  werden.

Kontakt

Dr. Cornelia Müller

Leiterin Neugeborenenscreeninglabor

Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

cornelia.mueller@uni-greifswald.de

Tel.: 03834 86-5510

 

Prof. Dr. Matthias Nauck

Direktor des Instituts

Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin

laboratoriumsmedizin@uni-greifswald.de 

Tel.: 03834 86-5501


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