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EU: EUthyroid




Kurzbeschreibung

Das Netzwerk EUthyroid ist eine gesamteuropäische Initiative von 30 Partnern in 27 Ländern, die die Jodversorgung der europäischen Bevölkerung wissenschaftlich erfasst und geeignete Maßnahmen entwickeln wird, um die Jodversorgung in Europa nachhaltig zu verbessern. Die Koordinierung des EU Horizon 2020 Forschungsprojektes mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Fördervolumen von drei Millionen Euro übernimmt die Universitätsmedizin Greifswald unter der Leitung von Prof. Dr. med. Henry Völzke.

Obwohl eine ausreichende Jodversorgung durch Anreicherung von Salz gewährleistet werden kann, verwenden nur 27 Prozent der europäischen Haushalte jodiertes Salz. In vielen europäischen Ländern herrscht daher ein milder bis mittelschwerer Jodmangel von dem 350 Millionen Bürger betroffen sind. Jodmangel verursacht enorme, vermeidbare Kosten in Gesundheitssystemen bedingt durch unangemessene Eingriffe, erhöhte Belastung durch Krankheiten, und erhöhte Gesundheitsausgaben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft daher seit Jahren auf, die Situation in Europa durch ein einheitliches Monitoring zu überprüfen, um eine Grundlage für verbesserte Präventionsmaßnahmen zu schaffen.

Prof. Dr. med. Henry Völzke, Projektkoordinator

Das Ziel von EUthyroid ist, epidemiologische Jod- und Schilddrüsenstudien sowie Registerdaten in 27 europäischen Ländern auszuwerten und den ersten europäischen, harmonisierten Datensatz zu generieren. Das Projekt stellt dafür die Infrastruktur (Untersuchertrainings- und Zertifizierungsinstrumente, Ultraschallphantome, Interviewfragen) und die Möglichkeit von Vergleichsprüfung von relevanten Biomarkern (Urin-Jodid, TSH, FT3, FT4) im EUthyroid Zentrallabor in Helsinki zur Verfügung. Zudem soll ein neuer Biomarker, Thyroglobulin, validiert werden. Diese Daten können dann genutzt werden um eine valide Europa Landkarte der Jodversorgung und der Prävalenz/Inzidenz von Schilddrüsenauffälligkeiten zu erstellen und geeignete Schritte herausarbeiten, um die Jodversorgung in Europa gezielt zu verbessern.

Übersicht der europäischen Beteiligung, Quelle: EUthyroid Consortium Agreement

 

 

 

 

This project has received funding from the European Union’s Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 634453.

Kontakt

Projektkoordinator

Prof. Dr. med. Henry Völzke

Universitätsmedizin Greifswald

Institut für Community Medicine

Abteilung SHIP/ Klinisch-Epidemiologische Forschung

Walther-Rathenau-Str. 48

17475 Greifswald

voelzke@uni-greifswald.de

 

Projektmanager

Diana Albrecht, MPA

Universitätsmedizin Greifswald

Institut für Community Medicine

Abteilung SHIP/ Klinisch-Epidemiologische Forschung

Walther-Rathenau-Str. 46

17475 Greifswald

diana.albrecht@uni-greifswald.de


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