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Personendosimetrie

An Personen, die sich im Kontrollbereich aufhalten, ist die Körperdosis zu ermitteln.

 

Nach § 40 der Strahlenschutzverordnung und § 35 der Röntgenverordnung ist an Personen, die sich im Kontrollbereich aufhalten, die Körperdosis mit dafür zugelassenen amtlichen Dosimetern zu ermitteln.

 

Die amtlichen Dosimeter werden von folgender Messstelle bezogen:

Landesanstalt für Personendosimetrie und Strahlenschutzausbildung

Innovationspark Wuhlheide

Köpenicker Strasse 325, Haus 41

12555 Berlin

Web: https://www.lps-berlin.de/personendosismessstelle.html

Dosimetertausch

Dosimeter sind der Messstelle jeweils nach Ablauf eines Monats unverzüglich einzureichen. Die zuständige Behörde kann gestatten, dass Dosimeter in Zeitabständen bis zu sechs Monaten der Messstelle einzureichen sind.

Ablauf

  • Dosimeter müssen monatlich zum 20./21./22., in manchen Abteilungen nur quartalsweise, getauscht werden. Dafür gibt es an jeder Einrichtung mindestens einen Verantwortlichen und einen Stellvertreter, der mit dem monatlichen Tausch beauftragt ist. Der Verantwortliche und der Stellvertreter wird dem Bevollmächtigten vom Direktor oder Leiter der Einrichtung genannt. Gleiches gilt bei Änderung der Verantwortlichkeiten.
  • Sollten überwachte Personen ihr Dosimeter verlieren, ist dies unverzüglich dem Strahlenschutzbevollmächtigtem zu melden, so dass möglichst schnell Ersatz beschafft werden kann.
  • Wird ein Dosimeter an drei aufeinander folgenden Monaten nicht getauscht, wird es bei der Landespersonenmessstelle – Berlin abgemeldet und die betroffene Person darf nicht mehr im Kontrollbereich arbeiten.
  • Die Auswertungen der Dosimeter liegen dem Strahlenschutzbevollmächtigtem zwei Monate nach dem Tragezeitraum vor. Auf Verlangen wird jeder beruflich strahlenexponierten Person die Strahlenexposition schriftlich mitgeteilt. Die Personendosis strahlenexponierten Personals der Kategorie A liegt dem Betriebsarzt zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung vor.

Ganzkörperdosis

Die Personendosis wird mit Filmdosimetern ermittelt. Der Messbereich beginnt bei 0,1 mSv und endet bei 1 Sv. Der Energiebereich liegt zwischen 14 keV und 1,4 MeV. Als repräsentativer Messort zur Ermittlung der Personendosis gilt eine Stelle an der Rumpfvorderseite (z.B. Brusthöhe).

Teilkörperdosis

Zur Ermittlung der Teilkörperdosis bei Arbeiten an Röntgeneinrichtungen im Durchleuchtungsbetrieb oder beim direkten Umgang mit radioaktiven Stoffen werden an der Universitätsmedizin TLD-Disk-Fingerringdosimeter eingesetzt. Der Messbereich liegt zwischen 0,2 mSv und 10 Sv. Der Energiebereich wird zwischen 10 keV und 1,4 MeV angegeben.

 

Die Reinigung kann nach Angaben der LPS mit Waschmittellösungen oder Alkohol erfolgen. Zur Desinfektion werden die folgenden Instrumentendesinfektionsmittel Lysoformin, Gigasept und Desoform genannt. Eine Ethylenoxid- oder Formaldehyd-Sterilisation ist möglich. Eine Plasma-Sterilisation ist ebenfalls möglich. Die Entscheidung über das anzuwendende Desinfektions-/Sterilisationsverfahren im medizinischen Bereich trifft der zuständige Hygieniker.

 

Eine Erhitzung des Dosimeters über 80 °C führt zu einer Verminderung der Dosisanzeige und ist unbedingt zu vermeiden. Aus diesem Grunde ist eine Hitzesterilisation des Dosimeters z. B. im Dampf-Sterilisator nicht möglich.

Sofort ablesbare Dosimeter

Überwachenden Personen ist auf ihr Verlangen ein Dosimeter zur Verfügung zu stellen, mit dem die Personendosis jederzeit festgestellt werden kann. Sobald eine Frau ihren Arbeitgeber darüber informiert hat, dass sie schwanger ist, ist ihre berufliche Strahlenexposition arbeitswöchentlich zu ermitteln und ihr mitzuteilen.

Mit elektronischen Dosimetern kann die Strahlenexposition, in Ergänzung des amtlichen Dosimeters, sofort ermittelt werden. Elektronische Dosimeter können nach Anfrage zur Verfügung gestellt werden (begrenzte Anzahl).

 

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