Universität Greifswald   Webmail   UMG Intern   |   Polski   English   Deutsch   |   
|  Patienten/Besucher  |  Ärzte/Zuweiser  |  Forschung  |  Studium  |  Ausbildung  |  Ausschreibungen  |  Presse  |  Kontakt  
Home    Medizinische Bereiche    Augenheilkunde










Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde

KATARAKT (GRAUER STAR)

Unter der Katarakt, besser bekannt als Grauer Star, versteht man die Eintrübung oder unregelmäßige Brechkraftänderung der ursprünglich klaren Augenlinse. Der Graue Star führt zur allmählichen Sehverschlechterung mit Nebel- und Schleiersehen und erhöhter Blendungsempfindlichkeit.

Für das Entstehen des Grauen Stars gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Gründe.

Dabei unterscheidet man vor allem zwischen dem angeborenen Grauen Star (vererbter, genetisch bedingter Grauer Star und nicht vererbter, durch Infektionskrankheiten verursachter Graue Star), Altersstar und dem Star, der durch Allgemeinerkrankungen zu einem Trüben der Linse im Laufe des Lebens führt.

Der Graue Star kommt im Alter zwischen 54-64 Jahren bei 50% der Bevölkerung vor. Das Vorkommen des Grauen Stars steigt mit zunehmendem Alter, so dass etwa 100% der Bevölkerung im Alter 65 -75 Jahren vom Grauem Star betroffen sind, wobei 50% die Sehstörungen erst bemerken, wenn das 75.Lebensjahr erreicht wird.

Die Hauptsymptome des Grauen Stars sind Sehverschlechterung, Schleiersehen, Verschwommensehen und Blendung, sowie die Beeinträchtigung des Farbensehens. Die Symptome treten schleichend auf. Eine Minderung der Sehschärfe kann einseitig oder beidseitig auftreten. Der Zeitraum kann von einem Monat bis zu mehreren Jahren sein, in dem sich der Graue Star entwickelt. Die Symptome sind von dem Ort und der Dichte der Linsentrübung abhängig.

 

Diagnose

Für einen erfolgreichen operativen Eingriff ist zunächst die Berechnung der Brechkraft der Linse, der Hornhautkrümmung und der Achsenlänge nötig. Diese kann durch folgende Methoden diagnostizieren werden:

  • Laserbiometrie rein optisch
  • Ultraschall mit Kontaktankopplung
  • Ermittlung der Hornhautbrechwerte durch Refraktometer

Aus diesen Einzelkomponenten wird anhand einer individuellen Formel die Stärke der Kunstlinse berechnet, sodass der Patient sich auch ohne Brille in Alltagssituationen sehr gut helfen kann, wie z.B. beim Lesen von Preisschildern ohne Brille.

Im Falle einer ungleichen Brechkraft beider Augen ist eine spezielle Planung auf Verträglichkeit der Bildgröße durch spezielle Formeln möglich.

 

BEHANDLUNG

Die Behandlung des Grauen Stars kann nur durch einen operativen Eingriff erfolgen. Kontaktlinsenkorrektion oder die Brille sind nur als ergänzende Methoden nach einer erfolgreichen Operation gedacht.

 

Operative Methode

Kunstlinseneinpflanzung

Bei diesem Eingriff wird das getrübte Linsenmaterial durch eine Kunstlinse ersetzt. Dieser Eingriff wird an der Universitätsmedizin Greifswald pro Jahr etwa 3.000-mal erfolgreich durchgeführt. Die Operation erfolgt in den meisten Fällen mit örtlicher Betäubung und kann mit einem minimalinvasiven Eingriff durchgeführt werden. Bei einem angeborenen Grauen Star wird zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine Kunstlinseneinpflanzung in den Kapselsack mit umfangreicher Entfernung des Glaskörpers vorgenommen. Dies ermöglicht eine frühzeitige Schulung des kindlichen Sehens, verbesserte Druckregulation und Vermeidung der Kontaktlinsenhandhabung.

Die Operation des Grauen Stars erfolgt immer in drei Schritten:

Nach der Vorbereitung des Auges wird an der Kante der Hornhaut der Vorderabschnitt des Auges mit einem kleinen Schnitt von ca. 3 mm Länge geöffnet.

Die natürliche Linse befindet sich in einer Kapsel. Im nächsten Schritt wird der vordere Teil dieser Linsenkapsel sanft geöffnet. Der harte Linsenkern wird mit Ultraschallenergie zerkleinert und mit der Linsenrinde entfernt (abgesaugt). Zur Minimierung des Eingriffes benutzen wir injizierbare Kunstlinsen, die durch einen kleinen Zugang eingesetzt werden. Die speziell faltbare Linse wird hierbei mit den scharfen Kanten durch denselben Schnitt in der Kapsel platziert. Die verwendeten Linsenmaterialien sind sehr verträglich und verzögern so die Nachstarentwicklung maximal.

Die Operation kann in Kombination mit der Operation des Grünen Stars durchgeführt werden.

 

Verankerung der Linse

Die Linse kann mit oder ohne Naht an der Kapsel befestigt werden. Wann eine Naht notwendig ist und wann nicht, hängt immer vom individuellen Zustand des Auges ab. Falls eine Naht notwendig ist, wird diese zur Befestigung der Linse an der Lederhaut verwendet, ohne die Linse dabei austauschen zu müssen.

Wo die Linse genau verankert wird, hängt von der Beschaffenheit des Kapselsacks ab. Die Linse ist so konzipiert, dass sie sowohl im als auch vor dem Kapselsack verankert werden kann. Des Weiteren kann die Linse auch im Kammerwinkel zwischen der Hornhautrückfläche und Irisvorderfläche oder auch zwischen der Irisrückfläche und der Kapselvorderfläche verankert werden.

Die bei dem operativen Eingriff eingesetzte Linse bleibt lebenslang klar und muss nicht erneuert werden.

 

 

Kontakt/Terminbuchung:

Gerne vereinbaren wir einen individuellen Termin für Sie. Verwenden Sie dazu unser Kontaktformular oder wenden Sie sich direkt an uns:

 

Universitätmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Augenheilkunde
Ferdinand-Sauerbruch-Straße
17475 Greifswald
Tel.: +49 3834 86-5900
E-Mail: ophcle@uni-greifswald.de

 

 

Downloads/Links:

Aktuelles



Blickpunkt



Direktlinks



    Home     Impressum     Datenschutz     Sitemap     Seite drucken    Seitenanfang