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Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

BRUSTKREBS (MAMMAKARZINOM)

Der Brustkrebs (Mammakarzinom) ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken zwischen 43.000 und 60.000 Frauen, d.h. ca. jede 9. Frau, an Brustkrebs. Das Risiko einer Erkrankung, steigt mit zunehmendem Alter. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel hormonelle Veränderungen. Deshalb kommt es häufig erst nach den Wechseljahren (Memnopause) zu einer Brustkrebserkrankung. Genetische Faktoren sind nur in wenigen Fällen entscheidend. Dennoch können auch junge Frauen an Brustkrebs erkranken.

Eindeutige Symptome einer Brustkrebserkrankung, wie Schmerzen oder andere typische Beschwerden, treten oftmals erst im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung auf. Es gibt jedoch eine Reihe von Anzeichen, die auf einen Brustkrebs hinweisen könnten:

  • Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder Achselhöhle
  • Hautrötungen oder Veränderungen der Hautstruktur (sog. Orangenhautphänomen)
  • Einziehen der Brustwarze oder der Haut beim Heben des Arms
  • Absonderungen von farbigen Flüssigkeiten aus der Brustwarze

Beim Auftreten solcher Anzeichen sollte der Arzt konsultiert werden. Das frühe Erkennen des Krebses hat positiven Einfluss auch die Genesung.

 

Diagnose

Zur Diagnose stehen alle Möglichkeiten der Universitätsmedizin zur Verfügung:

  • Krankengeschichte in einem ausführlichen Gespräch mit dem behandelnden Arzt
  • Laboruntersuchungen zur Beurteilung des Allgemeinzustandes und der Funktion einzelner Organe wie Nieren und Leber
  • Ärztliche Tastuntersuchungen der Brust
  • Röntgenuntersuchung der Brust (Mammografie) zur genauen Beurteilung der Lage und der Größe des Knotens sowie von Herz und Lunge
  • Ultraschalluntersuchung der Brust und des Bauches
  • Magnetresonanz-Mammographie mit der höchst möglichen Auflösung wenn vorherige Untersuchungen nur einen unklaren Befund ergaben
  • Gewebeentnahme aus dem Brustdrüsengewebe (Biopsie)

BEHANDLUNG

Operative Maßnahmen

Durch die Operation soll die Geschwulst mit ausreichendem Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe sowie ggf. befallene Lymphknoten entfernt werden. Somit wird eine weitere Ausbreitung verhindert. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: die Brust kann bei dem Eingriff erhalten werden oder nicht.

 

Die brusterhaltende Therapie (BET)

Die brusterhaltende Therapie (BET) ist heute bei 60–70 % der Erkrankten möglich. Voraussetzung für die BET ist, dass der Tumor nicht zu groß ist und sowohl die Muskeln als auch die Haut nicht vom Tumor befallen sind. Bei dieser Operation wird der Tumor mit dem umliegenden Gewebe entfernt. Sollte es notwendig sein, einen großen Teil des Gewebes zu entfernen, wird die Brustdrüse ganz oder teilweise von Haut und Muskulatur gelöst und so verschoben, dass nach der Operation trotz des Gewebeverlustes eine ausgeglichene Brustform erhalten bleibt. Ist eine Verschiebeplastik nicht möglich, kann die Brust entweder direkt nach der Tumorentfernung oder nach Abschluss aller Behandlungen rekonstruiert werden.

Dieses Operationsverfahren wird mit einer anschließenden Strahlentherapie kombiniert, was vergleichbar gute Ergebnisse wie eine Radikaloperation bringt.

 

Therapien bei denen die Brust nicht erhalten bleibt

Sollte eine Brusterhaltung nicht möglich sein, wird der gesamte Brustdrüsenkörper und oft ein Teil der darüber liegenden Haut entfernt (Mastektomie). Die Empfehlung hierzu wird nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgesprochen, wenn bspw. ein multizentrisches Karzinom (Tumorknoten in mehreren Quadranten) diagnostiziert wurde. Wird die gesamte Brust incl. der Brustwandmuskulatur entfernt, spricht man von einer radikalen Mastektomie, die mit oder ohne Entfernung der Brustwarze (Mamillen-Areola-Komplex) durchgeführt werden kann.

 

Wiederaufbau der Brust/ Prothesen

Sowohl nach einer Amputation als auch nach einer brusterhaltenden Operation kommt ein Wiederaufbau der Brust in Betracht. Dazu gehören die plastisch-operative Verfahren (Rekonstruktionen) mit körpereigenem Gewebe (sogenannte Schwenklappen aus dem Bauch- oder Rückenbereich) oder mit fremden Material (mit Silikon gefüllte Prothesen) ebenso wie die Rekonstruktion der Brustwarze. Die Rekonstruktion erfolgt in beiden Fällen in mehreren Eingriffen. Bei der Entfernung der Brust wird in der Regel bereits ein Platzhalter (Expander) für den späteren Wiederaufbau eingelegt. Nach Auffüllung und damit Dehnung der Haut erfolgt nach ca. 6 Monaten die Einlage der endgültigen Prothese in einer zweiten Operation. Ggf. ist im Verlauf eine angleichende Operation der Gegenseite notwendig. Eine Rekonstruktion ist für jede Brustgröße möglich. Sollte ein operativer Wiederaufbau nicht in Frage kommen, können spezielle Kissen (Epithesen) in den BH oder Badeanzug eingelegt werden.

 

Konservative Methode

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie gehört zur Standardbehandlung bei Brustkrebs, deren Ziel es ist, eventuell verbliebenen Tumorzellen oder kleinste Mikrometastasen zu zerstören und eine Neubildung zu verhindern. Sie erfolgt nur örtlich und schont das umliegende Gewebe. Bereits während der Operation kann ein Teil der gezielten Bestrahlung (Boost-Bestrahlung) auf das Tumorbett erfolgen (IORT – Intraoperative Radiotherapie). Dies bedeutet eine Verlängerung der Operationszeit von ca. 20 – 30 Minuten, aber einen effektiven Zeitgewinn von ca. 1,5 Wochen der insgesamt notwendigen 5-6 Wochen Bestrahlungsdauer.

 

Systemische Therapie

Medikamente, die sich im gesamten Körper verteilen und systemisch wirken, kommen zur Vorbeugung von Metastasen zum Einsatz. Dies kann eine Hormontherapie als Tabletten oder eine Chemotherapie als Tropf appliziert sein. Da die meisten Brusttumoren östrogenabhängige sind , kann das Wachstum dieser durch Hormone und Antihormone beeinflusst werden kann. Eine Chemotherapie, die ggf. unmittelbar nach der Operation verabreicht wird, soll das Wachstum der entarteten Zellen stoppen und eine Vermehrung unterbinden.

 

 

Kontakt/Terminbuchung:

Gerne vereinbaren wir einen individuellen Termin für Sie. Verwenden Sie dazu unser Kontaktformular oder wenden Sie sich direkt an uns:

 

Universitätmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Ferdinand-Sauerbruch-Straße
17475 Greifswald
Tel.: +49 3834 86-6500
E-Mail: frauenklinik@uni-greifswald.de

 

 

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