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Klinik und Poliklinik für Urologie

TRANSURETHRALE LASERENUKLEATION DER PROSTATA

Die transurethrale Laserenukleation der Prostata ist eine minimal invasive, endoskopische Operationsmethode, mit der vermehrt gutartige Prostatavergrößerungen (auch als benigne Prostatahyperplasie (BPH) bekannt) behandelt werden (siehe auch transurethrale Resektion der Prostata).

Die Prostata ist ein Organ, das unmittelbar unter der Harnblase liegt und den Anfang der Harnröhre umschließt. Im Falle einer Vergrößerung des Prostatagewebes wird die Harnröhre eingeengt und es kommt zu Problemen beim Urinabfluss. Veränderungen der Prostata treten bei ungefähr 50 % der über fünfzigjährigen Männern und bei 90 % der Neunzigjährigen auf. Neben Schwierigkeiten beim Urinieren können auch andere Symptome auftreten. Dabei handelt es sich z.B. um rezidivierende Harnwegsinfektionen, die Bildung von Harnsteinen und chronische Erweiterungen des oberen Harntraktes (Harnleiter, Nierenbeckenkelchsystem), die letztlich zur Einschränkung der Nierenfunktion mit der Folge einer Niereninsuffizienz führen können.

Diagnose

Es stehen die gesamten diagnostischen Möglichkeiten einer modernen urologischen Universitätsmedizin inklusive einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit mit den anderen Fachdisziplinen zur Verfügung:

  • ausführliche Anamnese unter Einbeziehung des international anerkannten Fragebogens, dem sog. IPSS-Fragebogen (Internationaler Prostata Symptomen-Score)
  • Untersuchung des allgemeinen körperlichen Zustandes sowie der rektalen Palpation der Prostata
  • Ultraschalluntersuchung der Prostata, der Nieren und Harnblase
  • Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie)
  • Urinuntersuchung, ggf. mikrobiologische Untersuchung
  • Blutentnahme
  • ggf. Entnahme einer Gewebeprobe aus der Prostata
  • ggf. Urethro-Zystoskopie (Harnröhren-Blasenspiegelung)
  • ggf. Urodynamik (Blasenfunktionsmessung).

Nach Abschluss der Untersuchungen wird Ihr behandelnder Arzt den Umfang der Erkrankung einschätzen und eine optimale Therapie festlegen.

 

BEHANDLUNG

Abhängig vom Stadium der Erkrankung kann entweder eine medikamentöse oder operative Behandlungsmethode durchgeführt werden. Eine Therapie mit Medikamenten führt meist nur im Anfangsstadium zu einer schnellen und deutlichen Linderung der Beschwerdesymptomatik. Für die späteren Stadien kann nur eine Operation von den oben genannten Symptomen befreien. Es können ähnlich gute Ergebnisse mit einer Lasertherapie wie mit der Standardoperationsmethode (transurethrale Prostataresektion) erzielt werden.

 

LASERTHERAPIE

Bei diesem Verfahren wird das gutartige Gewebe aus der Prostatakapsel herausgeschält, in der Blase mit einem Morcellator zerkleinert und anschließend abgesaugt. Grundsätzlich lassen sich diese Therapieverfahren mit dem Holmium Laser und dem Thulium-YAG-Laser durchführen. Der Laser erlaubt durch eine glatte Schnittführung eine ausgezeichnete Blutstillung und damit einen geringen Blutverlust. Daher kann der Eingriff auch bei Patienten vorgenommen werden, die Medikamente zur Blutverdünnung (Antikoagulation) einnehmen.

Antikoagulierte Patienten (Cumarin-Derivaten (z.B. Falithrom, Marcumar), Heparin-Präparate (z.B. Mono-Embolex, Clexane) oder Thrombozytenaggregationshemmer (z.B. Clopidogrel, ASS) können mittels des kombinierten Ansatzes behandelt werden.

Die Effektivität und Sicherheit dieser Methode konnte bereits an einigen Studien belegt werden. Die Möglichkeit der histologischen Untersuchung des Gewebes bleibt hierbei erhalten. Infolgedessen, dass die Gefahr einer intraoperativen sowie postoperativen Blutung sehr gering ist, verkürzt sich die Katheterverweildauer und somit die Krankenhausaufenthaltsdauer. Die meisten Patienten verlassen das Krankenhaus spätestens am 3. Tag nach dem Eingriff.

 

Kontakt/Terminbuchung:

Gerne vereinbaren wir einen individuellen Termin für Sie. Verwenden Sie dazu unser Kontaktformular oder wenden Sie sich direkt an uns:

 

Universitätmedizin Greifswald
Klinik und Poliklinik für Urologie
Ferdinand-Sauerbruch-Strasse
17475 Greifswald
Tel.: +49 3834 86-5979
E-Mail: klinik.urologie@uni-greifswald.de

 

 

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