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Klinisches Ethikkomitee



Der enorme medizinische Fortschritt, wachsende Unterschiede in den individuellen Werthaltungen insbesondere in westlichen Gesellschaften, die starke Betonung der Patientenautonomie und der zunehmende Einfluss ökonomischer Aspekte kennzeichnen die moderne Medizin. All diese Faktoren und die daraus entstehenden Konflikte bedingten und beförderten die Entstehung von Ethikberatungsstrukturen in der klinischen Medizin.

In den Vereinigten Staaten von Amerika lĂ€sst sich diese Entwicklung bis in die 1920er Jahre zurĂŒckverfolgen. Hier entstehen bereits zu dieser Zeit medizinisch-moralische Komitees an katholischen KrankenhĂ€usern. In einer Publikation des „Life Magazine“ (Shane Alexander, vom 9. November 1962) wird ein Arbeitskreis vorgestellt, der interprofessionell zusammengesetzt und ohne konfessionelle Anbindung Entscheidungen begleiten soll, wer Zugang zu den seinerzeit knappen Nierenersatzverfahren bekommt und wer nicht. Die Mitglieder dieses Arbeitskreises wurden seinerzeit auf den Fotos in diesem Artikel noch unkenntlich dargestellt. Zudem wurde betont, dass es nie einen Kontakt zu den betroffenen Patienten geben werde, was dem damaligen VerstĂ€ndnis von ObjektivitĂ€t entsprach.

 

Inzwischen hat sich ein maßgeblicher Wandel vollzogen. Sowohl mit den Kriterien der Beratungsprozesse als auch mit Angaben zu den in die Beratungen einbezogenen Personen wird offen und transparent umgegangen.

WĂ€hrend sich in den USA bereits in den 1970er Jahren in vielen Kliniken Strukturen zur Beratung in ethischen KonfliktfĂ€llen etabliert haben,  finden sich in Deutschland erst seit Ende der 1990er Jahre erste klinische Ethikkomitees. Im Oktober 2010 wurde auch an der UniversitĂ€tsmedizin Greifswald ein Klinisches Ethikkomitee (KEK) gegrĂŒndet. Das KEK setzt sich derzeit aus 21 Vertretern verschiedener Berufsgruppen zusammen.

 

Wir möchten dazu beitragen, bei MitarbeiterInnen, PatientInnen und Angehörigen die Gewissheit zu festigen, dass ethischen Fragen in unserem modernen Krankenhaus höchste PrioritĂ€t zukommt. Dazu bieten wir neben Weiterbildungen Orientierungshilfe und Beratung bei ethischen KonfliktfĂ€llen oder Gewissensnöten im klinischen Alltag an. DarĂŒber hinaus können mit UnterstĂŒtzung des KEK ethische Fragen in der Krankenversorgung interdisziplinĂ€r und berufsgruppenunabhĂ€ngig thematisiert und auf diese Weise die ethische Kompetenz vor Ort gestĂ€rkt werden.

 

Wir sind:

  • unabhĂ€ngig
  • interdisziplinĂ€r
  • zum Schweigen verpflichtet
  • engagiert und
  • haben immer ein offenes Ohr

 

 

 

Vorstand:

  • Prof. Dr. med. Britta Bockholdt (Vorsitzende)
  • PD Dr. med. Christoph SchĂ€per
  • Pastor Philip Stoepker
  • Anna-Henrikje Seidlein, M.Sc.
  • Dr. phil. Hartmut Bettin

GeschÀftsstelle:

Koordinatorin: Dipl.-Biol. Christin Korp

 

BĂŒrozeiten: PlanmĂ€ĂŸig Montag-Freitag 09:00 Uhr – 13:00 Uhr

Sollten Sie uns nicht erreichen, hinterlassen Sie gern eine E-Mail oder eine Sprachnachricht.

Auch außerhalb der BĂŒrozeiten werden wir Ihre Anliegen schnellstmöglich bearbeiten

Adresse

Klinisches Ethikkomitee

Walther-Rathenau-Str. 49

17475 Greifswald

 

Telefon: ++49 (0)3834 / 86-22308

Fax: ++49 (0)3834 / 86-7922308

E-mail: kek@uni-greifswald.de

 

 


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