Neuroblastom

Das Neuroblastom ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung des Kindesalters. Der Tumor geht vom Nervensystem aus und verläuft in den meisten Fällen von der Nebenniere oder vom Nervengeflecht neben der Wirbelsäule in den Bauch- und Brustraum. Zwei Drittel der Kinder sind bei Auftreten der Erkrankung jünger als ein Jahr.
Das Neuroblastom bildet Absiedlungen v.a. Lymphknoten, Knochenmark, Leber und Haut.

 

Symptome:

Das Neuroblastom ist häufig ein Zufallsbefund, der bei Ultraschalluntersuchung entdeckt wird. Oft fällt auch den Eltern oder dem Kinderarzt ein großer tastbarer Tumor im Bauch oder eine Verwölbung der Bauchdecke auf. Der Tumor verursacht zunächst Allgemeinsymptome wie Schmerzen, Durchfall, Appetitlosigkeit und ausbleibende Gewichtszunahme. Je nach Lokalisation des Tumors kann es auch zu anderen Symptomen wie Husten oder Auftreten einer Nierenstauung kommen.

 

Diagnostik:

Besteht der Verdacht auf ein Neuroblastom bei einem Kind, werden zunächst das Blut und das Knochenmark untersucht. Außerdem erfolgt eine genaue Bildgebung mit Ultraschall- und Kernspinuntersuchung. Durch die Kinderchirurgie wird eine Biopsie vorgenommen. Dabei werden mindestens zwei Gewebeproben entnommen, die dann genauestens untersucht werden.

 

Behandlung:

Therapiemöglichkeiten beim Neuroblastom sind die operative Tumorentfernung, Chemotherapie und Bestrahlung. Meist nutzt man eine Kombination dieser Verfahren, abhängig vom Tumorstadium und der Risikogruppe des jeweiligen Kindes. Aufgaben der Kinderchirurgie sind hierbei neben der Probenentnahme die Entfernung des Tumors durch Operation, aber auch die Entfernung von Lymphknoten und ggf. die chirurgische Behandlung.

 

Kontakt:

Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Telefon: 03834-86 7037
Fax: 03834-86 7038
Email: kinderchirurgie@uni-greifswald.de

 

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