Dickdarmatresie

Symptome:

Es handelt sich um angeborene Unterbrechungen der Darmkontinuität. In den Darmabschnitten oberhalb der Unterbrechung kommt es zum Aufstau von Darminhalt und damit in Abhängigkeit von der Höhe des Defektes früher oder später zum Erbrechen. Wird die Diagnose zu spät gestellt kann es zur Perforation des Darmes kommen. Die Folge ist eine schwere Entzündung des Bauchraums.

 

Diagnostik:

Die Diagnose wir häufig schon vor der Geburt im Ultraschall gestellt. Ein Polyhydramnion (zu viel Fruchtwasser) im vorgeburtlichen Ultraschall kann auf eine Darmatresie hinweisen. Nach der Geburt ist der Kostaufbau erschwert. Es kommt zu galligem Erbrechen je Höher die Stenose desto früher. Typisch ist eine fehlende oder verzögerte Mekonium (Neugeborenenstuhl) Passage. Bei tiefen Stenosen zeigt sich ein ausladender Bauch. In einer Sonographie des Bauches fallen die erweiterten Darmschlingen auf.

 

Behandlungsbedarf / konservative Behandlung:

Es besteht eine Operationsindikation.

 

Operation:

Bei der operativen Therapie wird der Bauchraum eröffnet und der Darm sorgfältig inspiziert um weitere Anomalien zu entdecken und ggf. zu behandeln. Der obere Darmanteil ist meist stark erweitert. Der untere nicht befahrene Darmanteil ist verkümmert und weißt ein kleines Darmlumen auf. Zur primären Verbindung beider Darmanteile ist eine schräge Anastomosentechnik notwendig.

 

Ergebnisse:

Bei einer zeitnahen Therapie besteht eine sehr gute Prognose. Die Darmtätigkeit kann für ein paar Tage nach der Operation erschwert sein.

 

Häufige Fragen:

Kann mein Kind alles essen? - Ja.

Sind Kontrollen erforderlich? - Bei guter Gewichtsentwicklung und Nahrungsaufnahme sind keine Kontrollen erforderlich.

Wie groß wird die Narbe? - Die Narbe erstreckt sich quer über den Bauch oberhalb des Nabels.

 

Kontakt:

Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Telefon: 03834-86 7037
Fax: 03834-86 7038
Email: kinderchirurgie@uni-greifswald.de

 

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