Zwerchfellhernie

Symptome:

Bei einer Zwerchfellhernie besteht eine Lücke im Zwerchfell. Dadurch kommt es zur Verlagerung von Bauchorganen in die Brusthöhle. Die Lunge kann sich als Folge dessen nicht normal entwickeln. Nach der Geburt ist es der Lunge nicht möglich sich regelrecht zu entfalten. Die Kinder fallen nach der Geburt durch eine Atemnot auf.

 

Diagnostik:

Im vorgeburtlichen Ultraschall wird die Diagnose gestellt. Nach der Geburt sind in der Röntgenaufnahme des Thorax neben der Lunge die Bauchorgane wie z.B. der Darm sichtbar.

 

Behandlungsbedarf / konservative Behandlung:

Es besteht eine Operationsindikation.

 

Operation:

Bei der Operation werden die Organe aus dem Brustkorb in den Bauchraum zurückverlagert und die Lücke im Zwerchfell verschlossen, dies kann auch mit minimalinvasiven Operationsmethoden erfolgen. Ist die Lücke zu groß und kann nicht durch eine einfache Naht verschlossen werden, wird ein Kunststoffpatch in den Defekt eingenäht. Beim Zurückverlagern der Bauchorgane in die Bauchhöhle kann es vorkommen, dass diese nicht genug Platz bietet. In einem solchen Fall wird die Bauchhöhle ebenfalls mit synthetischen Interponaten verschlossen. Wachsen die Bauchdecken im Verlauf so kann das Fremdmaterial in einem weiteren Eingriff entfernt werden und ein kompletter Bauchdeckenverschluss erfolgen.

 

Ergebnisse:

Entscheidend für die Prognose ist das Ausmaß der Lungenfehlbildung und anderer begleitender Fehlbildungen. Die meisten Patienten erreichen später eine normale Lungenfunktion.

 

Häufige Fragen:

Muss mein Kind später auf etwas achten? - Nein.

Kann mein Kind Sport machen? - Bei einer normalen Lungenfunktion spricht nichts gegen sportliche Aktivität.

Wie groß ist die Narbe? - Die Narbe erstreckt sich über den linken Oberbauch unterhalb des Rippenbogens.

 

Kontakt:

Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Telefon: 03834-86 7037
Fax: 03834-86 7038
Email: kinderchirurgie@uni-greifswald.de

 

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