Omphalozele

Symptome:

Eine Omphalozele ist ein Nabelschnurbruch und entsteht zwischen dem 32 und 70 Tag der Schwangerschaft. Während der Entwicklung des Kindes im Mutterleib werden die Bauchorgane nach außen vor die Bauchwand verlagert. Bei der Omphalozele bleibt die physiologische Rückverlagerung der Organe in den Bauchraum aus. Die Bauchorgane sind dabei von der Nabelschnur umgeben und bleiben dadurch geschützt.

 

Diagnostik:

Die Omphalozele wird im vorgeburtlichen Ultraschall diagnostiziert. Nach der Geburt ist die Fehlbildung offensichtlich.

 

Behandlungsbedarf / konservative Behandlung:

Die Therapie ist in der Regel operativ und besteht in einer Rückverlagerung des Bruchsackinhaltes in die Bauchhöhle und primärem Verschluss der Bauchdecken.

 

Operation:

Bei der Operation werden die Eingeweide in den Bauch zurückverlagert und der Bauch verschlossen. Bei sehr großen Brüchen und kleiner Bauchhöhle muss ein zweizeitiges Vorgehen gewählt werden. Im ersten Schritt erfolgt eine Teilreposition und ein Verschluss der Bauchdecke mit synthetischen Interponaten. Die Bauchdecken werden dann im Verlauf der nächsten Tage endgültig verschlossen.

 

Ergebnis:

Die Langzeitergebnisse sind sehr gut und im Einzelnen von vorliegenden Begleitfehlbildungen abhängig.

 

Häufige Fragen:

Muss mein Kind sofort operiert werden? - Die Operation wird erst nach Stabilisierung des Kindes auf der neonatologische Intensivstation erfolgen.

Bleiben Spätfolgen zurück? - Spätfolgen an den Bauchorganen sind nicht zu erwarten.

Muß bei der Ernährung etwas beachtet werden? - Anfänglich kann die Nahrungsaufnahme erschwert sein, dann wird das Kind vorübergehend auf der neonatologischen Intensivstation mit Infusionslösungen ernährt.

 

Kontakt:

Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Telefon: 03834-86 7037
Fax: 03834-86 7038
Email: kinderchirurgie@uni-greifswald.de

 

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