Gastroschisis

Symptome:

Bei der Gastroschisis handelt es sich um einen Defekt der Bauchwand in der Mittellinie. Es resultiert ein offener Vorfall von Darmanteilen vor die Bauchwand. Im Unterschied zur Omphalozele ist der Darm nicht von der Nabelschnur geschützt und flotiert frei im Fruchtwasser.

 

Diagnostik:

Die Diagnose wird vorgeburtlich im Ultraschall gestellt. Nach der Geburt ist die Fehlbildung offensichtlich.

 

Behandlungsbedarf:

Es besteht eine Operationsindikation.

 

Operation:

Die operative Therapie besteht in der Rückverlagerung der vorgefallenen Darmanteile in die Bauchhöhle und dem Verschluss der Bauchwand. Bei einer kleinen Bauchhöhle und großen Anteilen vorgefallenen Darms können alternativ die Darmschlingen zunächst in einen sterilen Kunststoffbeutel verbracht werden. Dieser wird an der Bauchdecke fixiert und über dem Kind aufgehängt wird. In den folgenden Tagen gleiten die Darmschlingen dann entsprechend der Schwerkraft in den Bauchraum, die Lücke der Bauchwand wird im Anschluss verschlossen.

 

Ergebnisse:

Die Langzeitergebnisse sind gut und im Einzelnen Abhängig von der Größe des Bauchwanddefektes und vorliegenden Begleitfehlbildungen.

 

Häufige Fragen:

Muss mein Kind sofort operiert werden? - Die Operation wird erst nach Stabilisierung des Kindes auf der neonatologischen Intensivstation erfolgen.

Bleiben Spätfolgen zurück? - Spätfolgen an den Bauchorganen sind nicht zu erwarten.

Muss bei der Ernährung etwas beachtet werden? - Anfänglich kann die Nahrungsaufnahme erschwert sein, dann wird das Kind vorrübergehend auf der neonatologischen Intensivstation mit Infusionslösungen ernährt.

 

Kontakt:

Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Telefon: 03834-86 7037
Fax: 03834-86 7038
Email: kinderchirurgie@uni-greifswald.de

 

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