Duodenalatresie (Verschluss des Zwölffingerdarmes)

Eine Duodenalatresie ist eine seltene Erkankung des Neugeborenen, bei der die Nahrungspassage durch den Zwölffingerdarm nicht möglich ist. Entweder besteht eine Membran, die den Darm von innen verschliesst, oder der Darm wird von aussen z.B. durch eine ringförmig angelegte Bauchspeicheldrüse (Pankreas anulare) zusammengedrückt. In Greifswald wird eine Duodenalatresie meistens schon vor der Geburt durch das charakteristische „double-bubble“ Zeichen in der Feindiagnostik entdeckt. Die Schwangerschaft kann aber in der Regel in aller Ruhe beendet und die Geburt abgewartet werden.

Am ersten Lebenstag wird die Diagnose Duodenalatresie sonographisch bestätigt und der Mageninhalt durch eine Sonde abgeleitet, damit das Neugeborene nicht erbricht. Dann wird durch einen kleinen Schnitt am Bauch die Nahrungspassage hergestellt, indem die Darmanteile vor und nach der Duodenalatresie miteinander verbunden werden.

Die Magensonde wird dabei über die Anastomose geschoben, sodaß das Kind sehr bald schon mit Muttermilch ernährt werden kann. In der Regel dauert es nur wenige Tage, bis es dann selbst an der Brust zu trinken beginnt und nach Hause entlassen werden kann.

Während der ersten Wochen werden Kind und Eltern von unserem interdisziplinären Team des Zentrums für angeborene Fehlbildungen der Universitätsmedizin Greifswald betreut. Wenn es dann gut an Gewicht zunimmt, bleibt von der Operation selbst nur der kleine Schnitt am Bauch und das Kind kann ganz normal zum Kinderarzt gehen. Das Kind und später der Erwachsene kann alles essen, es gibt keine Einschränkungen.

 

Kontakt:

Klinik und Poliklinik für Kinderchirurgie
Telefon: 03834-86 7037
Fax: 03834-86 7038
Email: kinderchirurgie@uni-greifswald.de

 

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