Diagnose: Insulinom – Klinikaufenthalt vom 16.04.-31.05.2012

Hallo, 

(Ein kurzer Auszug über die Fakten:)

Nach ca. 4-jährigen immer wiederkehrenden Hypoglykämien (teilweise > 25 mg/dl) wurde bei mir, einer eigentlich kerngesunden 24-jährigen Krankenschwester, durch meinen Hausarzt mit Hilfe eines MRTs die Verdachtsdiagnose "Insulinom" gestellt.

Durch meine Mutter, die in der NDR-Visite einen Bericht über die Greifswalder Uniklinik und dessen Bauchspeicheldrüsenspezialist zum Thema "Hyperinsulinismus" sah, wurde ich auf Professor Winfried Barthlen, Klinikleiter der kinderchirurgischen Abteilung, aufmerksam. Nach einigen Überlegungen in welches Krankenhaus man sich bei einer solch doch seltenen Erkrankung und komplizierten Operation begeben sollte, wurde mir die Entscheidung durch einen persönlichen Anruf als Antwort auf eine allgemeine Email sehr erleichtert. Nach einem einstündigem Telefonat mit oben genanntem Professor, stand die Entscheidung und das Aufnahmedatum fest.

Am 23. April war es dann soweit. Nach einwöchiger genauster Diagnostik – stand die Diagnose als gesichert fest und dem fast 2 cm großen Insulinom im Pankreaskopf wurde der Garaus gemacht!

Nach der Operation verbrachte ich einige Tage auf der kinderchirurgischen Intensivstation, wo man sich rührend um mich, aber auch um meine doch sehr besorgte Familie kümmerte. Im Anschluss wurde ich auf die allgemeinpädiatrische Abteilung verlegt, wo ich auch als "Große" Patientin unglaublich toll behandelt wurde.

Leider zeigte sich in der darauffolgenden Woche eine unvorhersehbare Komplikation (der Gallengang schien verklebt, sodass die Gallenflüssigkeit nicht richtig ablaufen konnte). Mehrere Versuche wurden unternommen diesen wieder zu eröffnen (wobei ich viele Bereiche des Klinikums durchlief und fast überall freundlichen, motivierten und kompetenten Fachkräften begegnet bin), doch der Gang war "dicht" und somit wurde eine zweite Operation notwendig, um die Galle wieder in seine gewohnten Bahnen zu leiten.

Am 18.05. wurde ich dann ein zweites Mal – komplikationslos – operiert und schon zwei Wochen später entlassen. Im Anschluss erfolgte Daheim noch eine Rehamaßnahme und seit dem 13.08. stehe ich schon wieder voll im (Berufs-)Leben – ein paar Kilos leichter und mit doppelt und dreifach mehr Spaß am Leben.

 

(Die persönliche Note und Bewertung :) :)

…Das oben geschilderte gibt nicht ansatzweise wieder, welch unglaublich tollen Menschen ich begegnet bin und Erfahrungen die ich gemacht habe, trotz allem "Schrecklichen"- der wahrscheinlich schwersten Zeit meines Lebens.

 

Allen voran – Professor Dr. med. Winfried Barthlen – noch nie bin ich während meiner Ausbildung bzw. Berufstätigkeit oder auch im privaten Arztkontakt solch einem engagierten, menschlichen, kompetenten, (… ich könnte unendlich weiter machen) Mediziner begegnet, der sich nicht nur wunderbar um mich, sondern auch um meine Familie und meinen Freund gekümmert hat.

Der mir immer wieder Mut gemacht und mich aufgebaut, mir bei allen unangenehmen und schmerzhaften Untersuchungen und Eingriffen beigestanden und im "wahrsten Sinne des Wortes" Händchen gehalten hat! Den ich jederzeit (ob Tag, ob Nacht, ob während der Arbeitszeit oder privat auch am Wochenende) habe Anrufen können und unabhängig von Visitenzeiten meist 2 mal am Tag vorbeischaute, um zu sehen wie es mir geht! Aber das wichtigste von allem – er und sein Team haben mir letztendlich mein Leben gerettet und mir meine Lebensqualität zurückgegeben! Jetzt kann ich wieder Sport in vollem Umfang treiben, ich muss meinen Tag nicht mit 6 Brötchen beginnen oder nachts meinen Kühlschrank leerfuttern, ich kann mit meinem Hund stundenlang durch die Wälder streifen ohne 1 Liter Apfelsaft dabei zu haben oder  meine Eltern krank vor Sorge zu wissen, da ich irgendwo unterzuckert liegen könnte, ich brauche keine Angst mehr vorm Autofahren zu haben … eigentlich alles normale Dinge die für mich einfach nicht ohne Einschränkungen möglich waren. Meine Verdauung funktioniert dank duodenumerhaltender Pankreasteilresektion (mir fehlt also lediglich ein winziger Teil meiner Bauchspeicheldrüse und mein Zwölffingerdarm wurde nicht entfernt, was nicht selbstverständlich ist und meine Lebensqualität bei Entfernung sehr gemindert hätte! Andere Kliniken bzw. Chirurgen hätten sich nicht unbedingt die Mühe einer minimalinvasiven Entfernung des Tumors gemacht!!!!) einwandfrei und ich bin wieder vollkommen GESUND!!!!

 

Aber auch das kinderchirurgische Team um Professor Barthlen war einfach KLASSE!

Angefangen beim Pflegeteam der Intensivstation (Danke für einen unvergesslichen 25. Geburtstag!) und deren Assistenzärzte, über die Schwestern der allgemeinen Pädiatrie, der Studenten, der kinderchirurgischen Assistenzärzte und den Oberärzten – einfach spitze!

 

Die Entscheidung, welcher Klinik man sich oder seine Kinder anvertraut, ist schwierig – besonders wenn es um so "spezielle" und seltene Erkrankungen im Bereich der Bauchspeicheldrüse geht.

Ich kann sagen – ich habe die RICHTIGE Entscheidung getroffen und würde mich oder meine Kinder jederzeit wieder in die Hände diesen unglaublichen Teams begeben!!!

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