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Cholezystektomie – Gallenblasenentfernung

Die Bildung von Cholesterin- oder Pigmentgallensteinen bzw. deren Mischformen beruht auf einer Veränderung der Gallenzusammensetzung. Häufig ist eine symptomlose Cholezystolithiasis, die jedoch mit akuten oder chronisch rezidivierenden (wiederkehrenden) Gallenkoliken in eine symptomatische Cholezystolithiasis übergehen und eine Entzündung der Gallenwege auslösen kann.

 

Die Gallenkoliken sind gekennzeichnet durch den schweren, über Minuten zunehmenden, teilweise über Stunden anhaltenden und gelegentlich wellenförmigen Schmerz um rechten und mitteleren Oberbauch. Häufig wird eine Ausstrahlung in der Rücken und die rechte Schulter beobachtet.

 

Neben einem Druck- und Völlegefühl im Oberbauch können zeitgleich Übelkeit und Erbrechen sowie Gelbsucht auftreten. Ein kurzen Auftreten bei chronischen Verläufen ist begleitet von unspezifischen Zeichen wie Blähungen und Unverträglichkeit von Fett, Gebratenem, Kaffee oder kalten Getränken. Eine Gallenkolik kann durch eine reichliche, fette Mahlzeit ausgelöst werden.

 

Fieber oder Schüttelfrost deuten auf Komplikationen wie Gallenblasenentzündung, Entzündung der Gallenwege oder Bauchspeicheldrüsenentzündung.

 

Eine Cholecystektomie wird bei symptomatischen Gallensteinleiden, akuter oder chronischer Entzündung der Gallenblase und bei gutartigen Tumoren (Polypen) der Gallenblase durchgeführt.

 

Die Untersuchungen, die vor der Operation benötigt werden sind:

  1. Blutuntersuchung – u.a. Bestimmung von Bilirubin (Gallenfarbstoff), Leukozyten-Werte (erhöhte Leukozytenzahl deutet auf Entzündung)
  2. Sonographie: Nachweismethode von Gallensteinen, Wand- und Formveränderungen der Gallenblase sowie Beurteilung der Gallenwege.
  3. Gastroskopie (Magenspiegelung) bei elektiven laparoskopischen Eingriffen
Sonographie, Gallenstein

Man unterscheidet zwischen laparoskopischer und konventioneller Cholecystektomie:

Laparoskopische Cholecystektomie
(endoskopische Gallenblasen-Entfernung durch die Bauchdecke)

 

In Vollnarkose führt der operierende Arzt am Nabel eine kleine Nadel in die Bauchhöhle ein. Nach einem Sicherheitscheck wird die Bauchhöhle mit Kohlenstoffdioxid aufgeblasen um freie Sicht auf die Organe zu erhalten. Die Nadel wird anschließend durch einen 10mm starken Trokar ersetzt und die Kamera eingeführt. Anschließend werden drei weitere Trokare (10 mm im rechten Oberbauch, 5 mm unter dem rechten Rippenbogen und auf Nabelhöhe in der rechten Flanke) eingeführt. Vor dem Eingriff wird die Bauchhöhle inspiziert um andere Erkrankungen auszuschließen.

 

Die Einmündung des Gallenblasenganges in den Hauptgallengang wird dargestellt, anschließend wird der Gallenblasengang mit einem Clip durchtrennt. So wird der Austritt von Gallenflüssigkeit in die Bauchhöhle vermieden. In gleicher Weise wird die Gallenblasenarterie durchtrennt. Mit den laparoskopischen Instrumenten (Faßzange, Präparierhaken, Präpariertupfer, Koagulationsschere, Clipzange) wird die Gallenblase von der Leber gelöst und durch den Bauchnabel aus der Bauchhöhle entfernt. Die Kontrolle erfolgt über den Bildschirm. Die mittlere OP-Dauer liegt zwischen 40 und 70 Minuten.

 

Konventionelle Cholecystektomie

Die konventionelle Cholecystektomie kann erforderlich werden, wenn eine laparoskopische Operation z. B. wegen Verwachsungen nach Voroperationen, heftiger Entzündungen oder Tumoren nicht durchführbar ist oder die Gallensteine auf andere Weise nicht entfernt werden können.

 

Vorgehen:

 

In Vollnarkose wird die Bauchhöhle über einen etwa 8 cm langen Schnitt im rechten Oberbauch eröffnet.

 

Die Einmündung des Gallenblasenganges in den Hauptgallengang und die Gallenblasenarterie werden sichtbar gemacht. Anschließend wird der Gallenblasengang abgebunden um den Austritt von Gallenflüssigkeit in die Bauchhöhle zu vermeiden. Die Gallenblasenarterie wird durchtrennt.

 

Beim Verdacht auf Gallengangssteine wird der Gallenblasengang geöffnet und eine Sonde zur Messung des Drucks in den Gallenwegen eingeführt. Über die Sonde können die Gallenwege mit Kontrastmittel gefüllt und geröntgt werden.

 

Der Arzt kann den Hauptgallengang mit einen kleinen Schnitt öffnen und eine Gallengangsspiegelung vornehmen. Unter Sichtkontrolle können Steine auf diese Weise aus dem Gallenwegen entfernt oder Engstellen aufgedehnt werden. Da die Schleimhaut der Gallenwege sehr empfindlich ist und ein starkes Anschwellen zu einem Verschluß führen könnte wird eine dünner Gummischlauch als sog. T-Drainage zur Ableitung des Gallensaftes eingelegt. Nach dem Verschluß der Gallenwege wird die Gallenblase komplett entfernt. Die Operation dauert zwischen 45 und 90 Minuten.

 



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