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Bei einem Leistenbruch (sog. Leistenhernie) besteht die Gefahr, dass Gewebe oder Teile des Darms eingeklemmt werden (sog. Inkarzeration) und in der Folge absterben. Aktuelle Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine solche Einklemmung sehr gering ist. Aus diesem Grund werden Leistenbrüche, die keine Beschwerden verursachen, heute unter Umständen nicht mehr sofort operiert, sondern zunächst ärztlich beobachtet. Hierdurch wird dem Patienten häufig ein mit Risiken verbundener operativer Eingriff erspart und das Gesundheitssystem entlastet.

Auch bei Narbenbrüchen (sog. Narbenhernien) besteht ähnlich wie bei einem Leistenbruch die Gefahr einer Einklemmung von Gewebe oder Teilen des Darms. Aber auch hier ergab eine erste Untersuchung, dass die Häufigkeit dieser Komplikation recht gering ist.

Daher stellt sich die Frage, ob Patienten mit Narbenbruch mit geringer Symptomatik zwingend operiert werden müssen. Mit Hilfe der deutschlandweiten AWARE-Studie möchten wir herausfinden, ob eine Operation bei Narbenbrüchen, die wenig Beschwerden verursachen, notwendig ist, oder ob eine ärztliche Beobachtung (sog. watchful waiting) ausreicht.

Diese Seite ist lediglich eine Informationsseite über unsere wissenschaftliche Studie. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Empfehlungen für behandelnde Kliniken oder Ärzte geben dürfen.

Studienziel

Narbenhernien gehören mit einer Inzidenz von 10-20% zu den häufigsten Komplikationen nach Laparotomien. Pro Jahr werden in Deutschland 50.000 Narbenhernienreparationen durchgeführt. Damit gehört die Versorgung der Narbenhernie zu den großen chirurgischen und gesundheitsökonomischen Problemen in Deutschland.

Bislang wurde die Operation der Narbenhernie wegen des Risikos der Inkarzeration als die einzige sinnvolle Therapie angesehen. Das tatsächliche Risiko für die Inkarzeration ist an einer Population mit einer bestehenden Narbenhernie unter kontrollierten Bedingungen aber noch nie bestimmt worden. Neben dem Inkarzerationsrisiko fehlen auch weitere Daten über den Spontanverlauf von Narbenhernien (Risikofaktoren für eine Inkarzeration, Vergrößerung der Hernie im Langzeitverlauf, Entwicklung von Schmerzen oder Diskomfort). Es gibt keine randomisiert-kontrollierte Studie zu “watchful waiting” bei Narbenhernien.

Potentielle Vorteile des “watchful waiting” sind der Verzicht auf eine möglicherweise unnötige Prozedur mit Komplikationen wie u. a. Wundinfektion, Netzinfektion, Darmverletzung, Darmverschluss, Nachblutung, Rezidiv und chronischer Schmerz und die Kostenersparnis.

Daher werden in der AWARE-Studie folgende zwei Behandlungsstrategien bei a- oder oligosymtomatischen Narbenhernien verglichen:

  • Die Operation
  • Die systematische Beobachtung (Watchful waiting)

Diese Multicenter-Studie wird unser Wissen über die Volkskrankheit Narbenhernie maßgeblich vergrößern.

 

Bei Fragen erreichen Sie uns unter folgenden Nummer: 03834 / 86 6118 oder Mail speters@uni-greifswald.de



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