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Viszeral-Onkologisches Zentrum

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Ein isolierter Krebsbefall des Bauchfells (Peritonealkarzinose) kann bei verschiedensten Krebsarten (z.B. 15-20 % aller Patienten mit metastasiertem Dickdarmkrebs) auftreten, ist immer ein Ausdruck eines fortgeschrittenen Krebsleidens und ging lange Zeit generell mit einer reduzierten Lebenserwartung von deutlich unter einem Jahr einher. In den letzten Jahren wurden neue kombinierte Therapieverfahren entwickelt, die bei etwa einem Drittel der betroffenen Patienten zu einer deutlichen Lebensverlängerung, in einzelnen Fällen sogar zu einer Heilung führen. Die Therapie beinhaltet zwei Komponenten:

Zytoreduktion

Im Rahmen einer ausgedehnten Operation wird im gesamten Bauchraum nach Tumorabsiedlungen (Peritonealkarziose) gesucht und diese entfernt. Bei ausgedehntem Tumorbefall kann es auch notwendig werden Anteile des Dünn- oder Dickdarmes sowie des Magens zu entfernen.

 

Wenn es gelungen ist, alle sichtbaren Tumorabsiedlungen zu entfernen, folgt der zweite Baustein

HIPEC

Die Bauchhöhle wird über mehrere Zu- und Abläufe mit auf 42 Grad Celsius erhitzter Chemotherapielösung für 30-90 min gespült.

Hintergrund: Durch den direkten Kontakt des Chemotherapeutikums mit den Tumorzellen können wesentlich höhere Konzentrationen des Medikamentes verabreicht werden als über die Vene mit geringeren Nebenwirkungen für den restlichen Körper. Durch die Erwärmung wird die Wirkung des Chemotherapeutikums noch gesteigert und die Eindringtiefe in das Gewebe vergrößert. Diese kombinierte Therapie aus Operation und HIPEC stellt einen neuen und vielversprechenden Baustein in der vielschichtigen Therapie fortgeschrittener Tumorerkrankungen dar.

Leider wirkt dieser Therapieansatz nicht bei allen Krebserkrankungen gleich gut. Für die folgenden Tumoren wurden teilweise sehr gute Behandlungserfolge beschrieben:

  • Kolonkarzinom
  • Rektumkarzinom
  • Pseudomyxoma
  • peritonei Mesotheliom
  • Magenkarzinom

 

Um für unsere Patienten den besten Weg in der Behandlung ihrer Tumorerkrankung auszuwählen ist eine enge Kooperation aller beteiligten Fachdisziplinen in einem Tumorboard von entscheidender Bedeutung. Hier wird in enger Absprache zwischen den Behandlungspartnern die Therapieempfehlung festgelegt.



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