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Forschung am Institut für Sozialmedizin und Prävention



Transitions in Alcohol Consumption and Smoking (TACOS)

 

Substanzgebrauch, -missbrauch und -abhängigkeit in der Erwachsenenbevölkerung in einer städtischen und ländlichen Region in Norddeutschland (TACOS 1)

 

Das Ziel der Studie ist erstens die Schätzung der Prävalenz von Substanzmissbrauch und -abhängigkeit in einer repräsentativen Stichprobe in der Erwachsenenbevölkerung in Lübeck und deren ländlichen Umgebung und zweitens die Untersuchung weiterer individueller Umweltfaktoren bei Substanzgebrauch und -missbrauch mit dem Schwerpunkt auf Nikotin und Alkohol. Weiterhin wird die Prävalenz anderer psychischer Störungen bezüglich ihres möglichen Einflusses auf Substanzgebrauch und -missbrauch untersucht.

 

Methoden

 

4.075 Personen im Alter von 18 bis 64 wurden durch Zufallsauswahl von den Einwohnermeldeämtern im Raum Lübeck ausgewählt und überwiegend in ihren Wohnungen von einem der 56 trainierten Interviewerinnen und Interviewer befragt. Sie verfügten über Erfahrungen aus anderen anspruchsvollen Interview-Studien und waren eine Woche lang trainiert worden. Die Interviews wurden von fünf Psychologen kontrolliert. Unvollständige und inkonsistente Interviews wurden durch ein zusätzliches Interview vervollständigt.

 

Das Interview enthält eine computerisierte Version des Composite International Diagnostic Interview (CIDI;2) und einen zusätzlichen Fragebogen. Vom CIDI wurden folgende Module verwendet: Substanzbezogenheit, Stimmung, Ängstlichkeit, somatoforme Störungen und Essstörungen. Zusätzlich wurden Fragen gestellt zu den Themen: Alkohol, Nikotin, Gesundheitsverhalten, psychische Gesundheit, soziale Ressourcen und Umweltfaktoren.

 

Alkohol

 

Screeninginstrumente: Alcohol Use Disorders Identification Test (AUDIT) (3); Luebeck Alcohol Dependence and Abuse Screening Test (LAST) (4). Severity of dependence: The Luebeck Alcohol Dependence Scale (LAS) (5). Readiness to Change Questionnaire (6); Alcohol Decisional Balance Scale (7); Coping of unsuccessful attempts to quit drinking (adapted instrument based on (8)); Reasons for Not Seeking Help (9,10); Social Pressure Scale (11). Adverse Consequences From Drinking (12); Questionnaire of Help-Seeking; Help-Seeking.

 

Nikotin

 

Fagerström Test for Nicotine Dependence (13). Readiness to Change Questionnaire (6) (modifizierte Version).

 

Psychische Gesundheit

 

Mental Health Questionnaire (basierend auf Trierer Personality Questionnaire (14)); Five-Items Mental Health Screening Test (15); Sense of Coherence Questionnaire (16,17); Short Sense of Coherence Questionnaire (18).

 

Soziale Ressourcen und Umweltfaktoren

 

Zufriedenheit mit Lebenssituation (angepasst aus (19)); Zufriedenheit mit dem Lebensstandard (20); Social Support Appraisal Scale (21); Normative und subjektive Analyse der Arbeitsbedingungen (22)

 

Gesundheitsverhalten

 

Multidimensional Health Locus of Control Scale (23); Ernährung und Bewegung (aus 19,24)

 

Die Teilnahmerate betrug 70 %. Die höchste Rate lag bei 73 % in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen, die niedrigste bei 68 % in der Altersgruppe 55 bis 64 Jahre. Die Zufallsstichprobe liefert hinreichend Repräsentivität bezüglich Geschlechter, Verhältnis städtischer und ländlicher Einwohner und Altersverteilung.

 

Zeitplan


Datensammlung: abgeschlossen
Datenanalyse: laufend

 

Zusammenarbeit

 

Eine Zusammenarbeit besteht mit dem deutschen Forschungsnetzwerk "Analytical Epidemiology of Substance Abuse (ANEPSA)". Bedingungen für den Gebrauch und Missbrauch von psychotropen Substanzen werden in verschiedenen Forschungsgruppen in Längsschnittstudien analysiert. Kontaktpersonen sind: Dr. Bühringer/Dr. Küfner (IFT Institut für-Therapie-Forschung, München) Prof. Dr. Wittchen (Max-Planck-Institut für Psychiatrie, München) und Prof. Dr. John (Universität Greifswald). Das Forschungsnetzwerk wird unterstützt im Rahmen des Programmes "Biologische und psychosoziale Faktoren zu Drogenmissbrauch und -abhängigkeit" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

 

Die Studie wurde finanziell unterstützt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

 

 


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