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Viele psychische Erkrankungen sind erblich was seit langem aus Zwillings- und Familienstudien bekannt ist. Aber erst seit der Entschlüsselung des humanen Genoms ist es möglich die beteiligten Gene zu identifizieren. In großen Studien mit mehreren tausend Patienten werden Millionen genetischer Varianten untersucht, die möglicherweise zur Entstehung der Erkrankungen beitragen.

Für viele Erkrankungen, z.B. Schizophrenie oder bipolare Störung, hat man solche Genvarianten identifizieren können. Da es aber hier nicht nur ein Gen gibt, das für die Erkrankung verantwortlich ist, sondern eine Reihe von Genvarianten mit unterschiedlichsten Funktionen im menschlichen Körper, ist es schwierig den genauen Entstehungsprozess der Erkrankung nachzuvollziehen.

Hier in unserer AG Genetik in Greifswald nehmen wir diese identifizierten Risikogene als ersten Anhaltspunkt. Wir wollen untersuchen ob diese Risikogene auch mit anderen Erkrankungen in Verbindung stehen, um so die Entstehung dieser Erkrankungen zu verstehen und frühzeitig Personen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko bestimmen zu können. Dies können andere psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie oder bipolare Störung sein, aber auch große „Volkskrankheiten“ wie Diabetes Typ 2, Übergewicht (Zusammenarbeit mit AG Adipositas bei psychiatrischen Erkrankungen) oder Herz-Kreislauf Erkrankungen.

Neben genetischen Faktoren spielen aber auch sog. Umweltfaktoren eine wichtige Rolle; gerade bei psychiatrischen Erkrankungen. Dies betrifft z. B. Traumatisierung in der Kindheit oder eine stressige Umwelt genauso wie Lifestyle-Faktoren wie Rauchen oder Adipositas. Wir wollen schauen inwieweit die Umwelt ein zusätzliches Risiko darstellt oder ob es genetische Varianten gibt, die nur unter bestimmten Umwelteinflüssen ein Risiko darstellen (Van der Auwera et al., 2014). Dies ist besonders wichtig für die Erforschung von Depression, die zu den am weitesten verbreiteten psychischen Erkrankungen gehört. Denn hier hat man noch keine eindeutigen Risikogene identifizieren können. Nichtsdestotrotz können das Wissen um die biologischen Mechanismen bei psychischen Erkrankungen und mögliche Risikoprofile helfen noch vor Entstehung der Erkrankung Interventionen einzuleiten.

Wir versuchen verschiedenste biologische Ebenen miteinander zu verknüpfen (z.B. Genetik, Genexpression, Metabolom oder MRT) und unsere Befunde in den anderen AGs weiter zu untersuchen. So können wir z.B. Effekte von genetischen Varianten auf die Hirnstruktur (AG Bildgebung; Van der Auwera et al., 2015) oder auf das Metabolom-Profile (AG Metabolomics) identifizieren.

 

Ansprechpartner:

Sandra van der Auwera

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Ellernholzstraße 1-2

17489 Greifswald

 

Referenzen

  • Van der Auwera S, Janowitz D, Schulz A, Homuth G, Nauck M, Völzke H, Rose M, Meyer zu Schwabedissen H, Freyberger HJ, Grabe HJ. Interaction among childhood trauma and functional polymorphisms in the serotonin pathway moderate the risk of depressive disorders. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2014 Nov; 264 Suppl 1:S45-54.
  • Van der Auwera, Sandra; Wittfeld, Katharina; Homuth, Georg; Teumer, Alexander; Hegenscheid, Katrin; Grabe, Hans Jörgen (2015): No Association Between Polygenic Risk for Schizophrenia and Brain Volume in the General Population. In: Biol. Psychiatry. DOI: 10.1016/j.biopsych.2015.02.038.


Weitere Publikationen finden Sie hier:



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