Behandlungsspektrum - Endourologie des oberen Harntraktes/Minimal-invasive Steintherapie

Die ESWL ist eine minimalinvasive Behandlungsmöglichkeit zur Zertrümmerung von Nieren- und Harnleitersteinen. Es werden akustische Stoßwellen (Ultraschallwellen) erzeugt, die gezielt in den Körper des Patienten abgegeben werden und durch Druck- und Zugkräfte zum Zerbrechen des Steines führen. Die Ortung der Steine erfolgt mittels Ultraschall oder Röntgenstrahlung.

Die Klinik und Poliklinik für Urologie der Universitätsmedizin Greifswald verfügt über das volldigitale interventionelle Röntgensystem „UroDiagnost Eleva“ der Firma PHILIPS. Dieses lässt sich mit dem Stosswellengerät „Modulith SLK“ der Firma STORZ MEDICAL kombinieren. Es zeichnet sich durch einen großen Einsatzbereich aller gängigen Steinarten des oberen Harntraktes, eine hohe Eindringtiefe sowie eine große Koppelfläche für eine schmerzarme Behandlung aus.

 

 

Die Durchführung des Eingriffes erfolgt unter stationären Bedingungen. Hierfür müssen die Patienten eine Übernachtung in unserer Klinik einplanen.

Präoperativ werden im Rahmen der prästationären Vorbereitung die Blutparameter und der Urin kontrolliert. Können in der mikrobiologischen Untersuchung Bakterien angezüchtet werden, wird eine testgerechte Antibiotikatherapie eingeleitet. Eine normale Gerinnung ist eine Voraussetzung für die Therapie. Ein Absetzen gerinnungsbeeinflussender Medikamente (z.B.

ASS, Plavix, Falithrom/Marcumar) muss daher im Vorfeld erfolgen.

Die stationäre Aufnahme erfolgt am Morgen des OP-Tages. Der Eingriff wird in Analgosedierung durchgeführt.

Postoperativ erhalten die Patienten ein engmaschiges Kreislaufmonitoring sowie zur Förderung des Steinabgangs eine intensivierte Infusionstherapie. Zum Auffangen von Steinfragmenten wird der Urin gesiebt. Am Morgen des ersten postoperativen Tages erfolgen eine Urinkontrolle und zum Ausschluss einer Harnstauung und/oder eines Hämatoms eine Ultraschalluntersuchung der Nieren. Bei Beschwerdefreiheit, unauffälligem sonographischem Nierenbefund und klarem Urin werden die Patienten entlassen.

Weitere Kontrolluntersuchungen erfolgen beim niedergelassenen Urologen. In Abhängigkeit des Zertrümmerungserfolges und des Steinabganges wird das weitere Vorgehen beim ambulanten Urologen und /oder in unserer Steinsprechstunde festgelegt.

Die Steinsprechstunde findet jeden Dienstag statt. Terminvereinbarungen können über die Anmeldung unserer Poliklinik telefonisch (Tel.: +49 3834 86-5992), per Fax (+49 3834 86-5986) oder per E-Mail (anmeldung.urologie@uni-greifswald.de) erfolgen.

 

 

 

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