Behandlungsspektrum - Neuro-Urologie

Botulinumtoxininjektion

Die überaktive Harnblase sowie die Dranginkontinenz, insbesondere infolge diverser neurologischer Erkrankungen können durch die Injektion von Botulinumtoxin behandelt werden. Dabei wird Botox auf endoskopischem Wege mittels sehr feiner Kanüle an 30 verschiedenen Stellen der Blasenwand eingespritzt. Symptome wie häufiger imperativer Harndrang und Dranginkontinenz werden reduziert oder völlig unterbunden. Botulinumtoxin erweist sich als hochwirksam bei der Ruhigstellung des Blasenmuskels. Bei neurogener Blasenfunktionsstörung sollte die Blasenentleerung durch einen intermittierenden Selbstkatheterismus gesichert werden. Erfahrungen im neurourologischen Bereich existieren seit mehr als 15 Jahren. Trotzdem erfolgt die Operation aktuell im so genannten Off-label-Gebrauch, da die amtliche Zulassung des Medikaments in der Urologie noch aussteht.

Der Eingriff dauert etwa 10 Minuten und ist durch einen Medikamenten-unterstützten Schlaf schmerzfrei. Der Krankenhausaufenthalt dauert 2-3 Tage.

 

 

 

Zurück zur Übersicht "Behandlungsspektrum"