Behandlungsspektrum - Rekonstruktive Urologie und Inkontinenz-Chirurgie

Harnleiterneueinpflanzung in die Blase

Tumoren, die in den unteren Harnleiter einwachsen, Entzündungen des Harnleiters und der umgebenden Organe oder Folgen einer Bestrahlung des Unterbauches können zu einer Verengung des Harnleiters führen, die den Urinfluss von der Niere zur Blase behindert. Damit der Urin aus der Niere wieder ungehindert in die Blase fließen kann, muss die Verengung oder der durch die Entfernung des unteren Harnleiteranteiles entstandene Defekt überbrückt werden. Dabei bedient man sich eines aus der Harnblase herausgenommenen Streifens, der aus Harnblasenmuskulatur und Schleimhaut besteht und als Harnleiterersatz dient. Die Schnittführung verläuft im Unterbauch der betroffenen Seite. Der Harnleiter wird kopfwärts der Verengung durchtrennt und der verengte Anteil gegebenenfalls entfernt. Aus der Blase wird der Harnblasenmuskelschleimhautstreifen so herausgeschnitten, dass er noch mit der Blase verbunden ist um die Versorgung mit Blut zu gewährleisten. Der Harnleiter wird in den Streifen eingenäht. Anschließend werden die seitlichen Ränder zu einem Rohr mit Hilfe von Nähten vereinigt. Um eine störungsfreie Heilung der neuen Verbindung zwischen der Blase und dem Harnleiter zu gewährleisten wird ein kleiner Harnleiterkatheter (Stent), der vom Nierenbecken über den Harnleiter bis in die Blase verläuft, und ein Katheter durch die Harnröhre in die Blase gelegt um den Urin abzuleiten. Die Blase wird verschlossen, die Wundflüssigkeit mit einer Drainage nach außen geleitet und der Bauchschnitt mit Nähten verschlossen.

 

 

 

 

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