Behandlungsspektrum - Rekonstruktive Urologie und Inkontinenz-Chirurgie

Operative Therapie der Belastungsinkontinenz der Frau

Belastungsinkontinenz- ein Urinverlust während einer körperlichen Tätigkeit wie Heben, Lachen, sportliche Aktivitäten, Niesen und Husten.

Die spannungsfreien Schlingen sind eine weitverbreitete Methode. Bei dem minimal invasiven Eingriff wird das Netzband unter die Harnröhre gelegt, damit sie dort unterstützt wird. Das weiche Netz ist aus einem schmalen Streifen locker gewebter Polypropylenfasern hergestellt. Polypropylen ist ein besonders gut verträglicher Kunststoff, der vom Körper nicht abgestoßen und vom körpereigenen Bindegewebe durchbaut wird und dieses dadurch festigt.

Es werden kleine Schnitte in der Scheidenwand, dem Unterleib (TVT-Methode) oder in der Vertiefung zwischen Oberschenkelinnenseite und den großen Schamlippen (TOT-Methode) durchgeführt. Das Netzband wird durch einen der Schnitte eingeführt und unter der Harnröhre platziert.

Der Eingriff erfolgt in Narkose; der Krankenhausaufenthalt beträgt 2 bis 3 Tage. Für die Dauer von rund sechs Wochen sollte man von Geschlechtsverkehr, Heben schwerer Gegenstände und sportlichen Aktivitäten Abstand nehmen.

 

Operative Therapie der Belastungsinkontinenz des Mannes

Diese häufigste Form der Harninkontinenz nach Prostataoperation zeigt sich in Form von unwillkürlichem Harnabgang bei körperlicher Aktivität wie Heben, Sport treiben, Niesen oder Husten.

Das sogenannte transobturatorische Netzimplantat bewirkt eine Korrektur der Lage des Verschlussmechanismus zurück in das kleine Becken. Die Schlinge unterstützt die Harnröhre und stellt die normale Blasenkontrolle wieder her.

Der Eingriff erfolgt unter Narkose. Es werden kleine Schnitte im Dammbereich durchgeführt. Das Netzband wird durch einen der Schnitte eingeführt und unter der Harnröhre platziert.

Der Krankenhausaufenthalt beträgt 2 bis 3 Tage.

 

 

 

Zurück zur Übersicht "Behandlungsspektrum"