Behandlungsspektrum - Transurethrale Resektionsverfahren und Lasertherapie

TUR-P

TUR-P heißt transurethrale Elektroresektion von Prostatagewebe und man versteht darunter die Zerteilung und Entfernung von Vorsteherdrüsengewebe durch die Harnröhre unter Sicht mit Hilfe einer elektrischen Schlinge. Die Harnröhre wird dabei nicht von der Harnblase abgetrennt (Prostatakapsel bleibt erhalten). Der äußere Schließmuskel für die Funktion der Kontinenz bleibt unangetastet. Blutungen werden durch diathermischen Koagulationsstrom gestillt.

Das Verfahren wird seit vielen Jahrzehnten erfolgreich angewendet und stellt damit eine sehr bewährte Behandlungsmethode für Patienten dar, die auf Grund einer Verlegung der Harnröhre durch die Vorsteherdrüse über Beschwerden beim Wasserlassen klagen. Es gilt nach wie vor als „Gold Standard“ bei der Behandlung der Benignen Prostatahyperplasie (gutartigen Vergrößerung der Vorsteherdrüse) bei entsprechenden Krankheitszeichen einer obstruktiven Blasenentleerungsstörung. Ziel ist es nicht nur die subjektiven Beschwerden beim Wasserlassen zu lindern, sondern langfristig einen Schaden von der Harnblase und den Nieren abzuwenden. Die Operation dauert in Abhängigkeit von der Größe der Drüse ca. eine Stunde und kann bei Patienten ohne Blutgerinnungsstörungen und schweren Herz-Kreislauferkrankungen unbedenklich angewendet werden. Ein eingelegter Katheter durch die Harnröhre wird in der Regel spätestens am 3. Tag nach der Operation entfernt. Sollte ein „Bauchdeckenkatheter“ (suprapubische Harnableitung) im Vorfeld der Operation oder während der Operation angelegt worden sein, wird dieser nach restharnfreier Miktion am 4. Tag nach der Operation entfernt. Der Krankenhausaufenthalt beträgt 5-6 Tage. Das entfernte Prostatagewebe wird regelhaft zum Ausschluss von Krebs durch einen Pathologen untersucht. In den folgenden Wochen ist auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Eventuell anfänglich häufiges, „brennendes“ und leicht blutiges Wasserlassen kann dadurch deutlich gebessert werden. Vermieden werden sollte eine Belastung im Dammbereich (z.B. Fahrrad fahren) und körperliche Überbelastung.

 

 

 

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