Behandlungsspektrum - Uro-Onkologie

Retroperitoneale Lymphadenektomie (RLA)

In der Therapie von Hodentumoren kann es in Abhängigkeit von der Tumorart und dem Stadium der Erkrankung erforderlich sein, dass Lymphknoten entlang der Körperhauptschlagader (Aorta) und der unteren Hohlvene (V. cava) im hinteren Bauchraum (Retroperitoneum) entfernt werden müssen. Diese Operation bezeichnet man als retroperitoneale Lymphadenektomie (RLA). Dieser Eingriff erfolgt in unserer Klinik in der Regel über einen Bauchschnitt, kann allerdings, wenn es sich um diagnostische Untersuchungen von Lymphknoten aus dem hinteren Bauchraum handelt, auch minimalinvasiv, d. h. laparoskopisch durchgeführt werden.

 

Unsere Klinik behandelte in den vergangenen Jahren als Studienzentrum zahlreiche Patienten im Rahmen einer von der Arbeitsgemeinschaft Urologische Onkologie durchgeführten Studie zum Thema „Therapieoptimierungsversuch beim nichtseminomatösen Hodentumor im klinischen Stadium I – adjuvante Chemotherapie (1xPEB) vs. modifizierte RLA und modifizierte RLA vs. risikoadaptierte Therapie“. Die Ergebnisse dieser Studie wurden 2010 mit dem „John Mendelsohn-DKG Studienpreis“ der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnet.

 

 

 

Zurück zur Übersicht "Behandlungsspektrum"