01/10

Datum: 04.02.2010
Ausgabe: 1/2010

Elektronischer Forschungs-Newsletter für
die Universitätsmedizin Greifswald

Liebe Leserinnen und Leser,

um die wissenschaftliche Vernetzung innerhalb der Medizinischen Fakultät zu unterstützen, wurde die Idee eines fakultätsweiten elektronischen Forschungs-Newsletter geboren. In ihm sollen laufende Forschungsprojekte, aktuelle Forschungsvorhaben, Forschungsmethoden oder auch Richtlinien rund um Forschungs- oder Förderprogrammanträge vorgestellt werden.

Der Newsletter versucht zum einen ein möglichst breites Spektrum der verschiedenen Projektarten in den Mittelpunkt zu stellen. Zum anderen soll er einen repräsentativen Querschnitt durch die Forschungsaktivitäten der Institute und Kliniken liefern.

Wir freuen uns Ihnen nun die erste Ausgabe des Forschungs-Newsletters der Universitätsmedizin präsentieren zu können. Erfahren Sie Details über das mit 14 Mio. Euro geförderte Verbundprojekt „Gani_Med“ und nehmen Sie Einblick in die Forschung- und Projektarbeit unserer Internisten aus der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B. Abschließend möchten wir Sie noch auf die aktuellen Projektausschreibungen aufmerksam machen.

Gerne können Sie inhaltlich beitragen. Bitte senden Sie dazu relevante Themen an unimed-forschungsnews@uni-greifswald.de. Hierbei werden sowohl deutsch- als auch englischsprachige Texte berücksichtigt.

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Lesen.

Ihr Team der Universitätsmedizin

1. Immunadsorption als Therapieverfahren der Dilatativen Kardiomyopathie – Hintergrund und Design der placebo-kontrollierten Greifswalder Multicenter-Studie

Förderquelle:

Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, European Nephrology and Dialysis Institute (ENDI-Stiftung), Bristol-Myers Squibb

Fördervolumen:

ca. 2,5 Mio. €

Dauer:

5 Jahre

Projektleiter:

Prof. Dr. Stephan B. Felix, Klinik für Innere Medizin B

 

Die Dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine Herzmuskelerkrnakung, die sich klinisch durch eine progrediente Größenzunahme beider Herzkammern und eine kontinuierliche Verschlechterung der kardialen Pumpfunktion manifestiert (Maron BJ, 2006). Sie ist neben der koronaren Herzkrankheit die häufigste Ursache für eine terminale Herzinsuffizienz und die Notwendigkeit einer Herztransplantation. Die Prävalenz der DCM liegt älteren Untersuchungen zufolge in den westlichen Industrieländern bei circa 35 bis 40 Patienten/100.000 Einwohner (Codd MB, 1989). Neuere Daten deuten jedoch auf eine sehr viel höhere Prävalenz hin, so dass davon auszugehen ist, dass bei bis zu 26% der Patienten mit eingeschränkter linksventrikulärer systolischer Herzfunktion eine DCM zugrunde liegt (McMurray JJ, 2003).

Durch die klinischen und experimentellen Untersuchungen der letzten Jahr konnte die Vermutung bestätigt werden, dass in vielen Fällen einer DCM die Myokardschädigung Folge von Störungen des zellulären und humoralen Immunsystems infolge eines Infektes mit kardiotropen Viren ist, die sich in einer myokardialen Inflammation und in einer Produktion kardialer Antikörper manifestieren (Abbildung 1).

 

Abbildung 1: Induktion einer Autoimmunantwort nach einem Virusinfekt mit Aktivierung des zellulären und humoralen Immunsystems bei Myokarditis und Dilatativer Kardiomyopathie.

Tatsächlich kann bei der DCM auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung durch immunhistologische Untersuchungen von Myokardbiopsien häufig eine myokardiale Inflammation nachgewiesen werden (Felix SB, 2008; Feldman AM, 2000). Darüber hinaus wurden im Serum von DCM-Patienten unterschiedliche, zirkulierende kardiale Autoantikörper gefunden (Felix SB, 2008), die mit einer Immunadsorption (IA) entfernt werden können (Abbildung 2).

 

Abbildung 2: Prinzip einer Protein-A Immunadsorption

Dieses Therapieverfahren wurde bei unterschiedlichen Autoimmunerkrankungen, wie z. B. dem Goodpasture-Syndrom oder dem Lupus erythematodes erfolgreich eingesetzt. Tatsächlich konnte in einer Pilotstudie der Greifswalder Arbeitsgruppe, die Mitglied des Sonderforschungsbereiches der Deutschen Forschungsgemeinschaft „Inflammatorische Kardiomyopathie“ (http://www.sfb-transregio-19.de/) ist,  nachgewiesen werden, dass bei Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz auf dem Boden einer DCM (LVEF<25%, NYHA III-IV, Herzindex <2,5 l/min/m2) eine unspezifische Immunadsorptionstherapie zu einer signifikanten hämodynamischen Verbesserung und einer deutlichen Abnahme der klinischen Symptome führt (Dörffel 1997). Diese Befunde wurden in einer ersten offen kontrollierte Studie mit 18 DCM-Patienten mit schwerer symptomatischer Herzinsuffizienz bestätigt (Felix SB, 2000; Abbildung 3).

 

Abbildung 3: Hämodynamische Verbesserung der linksventrikulären systolische Funktion nach Immunadsorptionstherapie (aus Felix SB, 2000)

In einer Fallkontrollstudie konnten von eine andere Arbeitsgruppe letztendlich sogar lang anhaltende Effekt der  IA-Therapie mit einer dauerhaften Verbesserung der Myokardfunktion über 1 Jahr gezeigt werden (Müller J, 2000). Die Greifswalder Arbeitsgruppe konnte zudem nachweisen, dass die positiven klinischen Effekte der IA auch mit einer Rückbildung der Myokardinflammation einhergehen. So zeigte sich z. B. in immunhistologischen Untersuchungen von Myokardbiopsien eine Abnahme von CD3-, CD4- und CD8-Lymphozyten und leucocyte-common-antigen (LCA)-positiven Zellen sowie eine verminderte Expression des HLA-Klasse II-Antigens, eines Inflammationsmarkers (Staudt A, 2001).  

Bisher ist jedoch noch nicht geklärt, welchen Einfluss eine IA auf die langfristige Prognose von DCM-Patienten hat. Außerdem fehlen Daten einer doppel-blinden, randomisierten Studie. Aus diesem Grund wurde von der Greifswalder Arbeitsgruppe eine prospektive, placebo-kontrollierte, multizentrische Studie geplant (Studienleiter: Prof. S.B. Felix; ClinicalTrials.gov Identifier: NCT00558584). An dieser Studie beteiligen sich 22 deutsche und 1 schwedische Universitätsklinik. Es sollen insgesamt 200 Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie eingeschlossen werden, die 1:1 randomisiert zusätzlich zur maximalen, medikamentösen Herzinsuffizienzmedikation entweder eine IA-Therapie (Verum-Gruppe) oder eine „Pseudo-IA“-Therapie (Kontroll-Gruppe) erhalten. In der Kontroll-Gruppe wird dabei eine alleinige Plasmaseparation mit Reinfusion ohne IA durchgeführt. Zur Vermeidung von Infektionen nach Immunglobulindepletion erhalten die Verum-Patienten nach Abschluss der IA, wie dies auch in den Vorgängerstudien durchgeführt wurde, eine Substitution von Standard-Immunglobulinen. Der primäre Endpunkt der Studie ist die mittels Kontrastmittel-Echokardiographie nach 6 Monaten gemessene linksventrikuläre Funktion. Des Weiteren werden zahlreichen funktionelle und klinische Parameter (z.B. echokardiographische Parameter, kardiales MRT, klinische Ereignisse) über einen Zeitraum von 2 Jahren erfasst. Der Einschluss des ersten Patienten ist Ende 2008 im Universitätsklinikum Greifswald erfolgt. Der Abschluss des kompletten Follow-ups ist in 3 bis 4 Jahren zu erwartet. Erste Ergebnisse werden aber bereits früher veröffentlicht.

 

Referenzen:

  • Codd MB, Sugrue DD, Gersh BJ, Melton LJ. Epidemiology of idiopathic dilated and hypertrophic cardiomyopathy. A population-based study in Olmsted Country, Minnesota, 1975-1984. Circulation 1989;80:564-72.
  • Dörffel WV, Felix SB, Wallukat G, Brehme S, Bestvater K, Hofmann T, Kleber FX, Baumann G (1997) Short-term hemodynamic effects of immunoadsorption in dilated cardiomyopathy. Circulation 95:1994-1997.
  • Feldman AM, McNamara DM (2000) Myocarditis. New Engl J Med 343:1388-1398.
  • Felix SB, Staudt A, Dörffel WV, Stangl V, Merkel K, Pohl M, Döcke WD, Morgera S, Neumayer HH, Wernecke K-D, Wallukat G, Stangl K, Baumann G (2000) Hemodynamic effects of immunoadsorption and subsequent immunoglobulin substitution in dilated cardiomyopathy:  three-month results from a randomized study. J Am Coll Cardiol 35: 590-1598.
  • Felix SB, Dörr M, Herda LR, Beug D, Staudt A. Immunadsorption als Therapieverfahren der dilatativen Kardiomyopathie [Immunoadsorption for treatment of dilated cardiomyopathy]. Internist 2008 Jan;49(1):51-6.
  • Maron BJ, Towbin JA, Thiene G, Antzelevitch C, Corrado D, Arnett D, Moss AJ, Seidman CE, Young JB (2006) Contemporary definitions and classification of the cardiomyopathies: an American Heart Association Scientific Statement from the Council on Clinical Cardiology, Heart Failure and Transplantation Committee; Quality of Care and Outcomes Research and Functional Genomics and Translational Biology Interdisciplinary Working Groups; and Council on Epidemiology and Prevention. Circulation 113:1807-1816.
  • McMurray JJ, Ostergren J, Swedberg K, Granger CB, Held P, Michelson EL, Olofsson B,Yusuf S, Pfeffer MA; CHARM Investigators and Committees. Effects of candesartan in patients with chronic heart failure and reduced left-ventricular systolic function taking angiotensin converting-enzyme inhibitors: the CHARM-Added trial. Lancet 2003;362:767-771.
  • Müller J, Wallukat G, Dandel M, Bieda H, Brandes K, Spiegelsberger S, Nissen E; Kunze R, Hetzer R (2000) Immunoglobulin adsorption in patients with idiopathic dilated cardiomyopathy. Circulation 101:385-391.
  • Staudt A, Schäper F, Stangl V, Plagemann A, Böhm M, Merkel K, Wallukat G, Wernecke K-D, Stangl K, Baumann G, Felix SB (2001) Immunohistological changes in dilated cardiomyopathy induced by immunoadsorption therapy and subsequent immunoglobulin substitution. Circulation 103:2681-2686.

2. GANI_MED – Greifswald Approach to Individualized Medicine

Förderquelle:

BMBF, Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern

Fördervolumen:

BMBF: 14 Mio. Euro, davon 12,6 Mio. Euro für den Standort Greifswald Landesregierung M-V: 1,4 Mio. Euro

Dauer:

5 Jahre; 01.10.2009 bis 30.09.2014

Verbundkoordinator:

Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Dekan der Medizinischen Fakultät

Verbundpartner:

Robert Bosch Gesellschaft für medizinische Forschung mbH, Stuttgart
Universitätsklinikum Heidelberg
Ruprecht- Karls- Universität Heidelberg
Helmholtz Zentrum München
Deutschen Diabetes-Forschungsgesellschaft e. V., Düsseldorf

Homepage:

http://www.gani-med.de

Individualisierte Medizin („Personalisierte Medizin“) ist ein Schlüsselthema für die künftige Entwicklung der Gesundheitsversorgung. Ziel ist, durch modernste Diagnostik und den nachfolgenden Einsatz neuer, auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten ausgerichteter Therapieverfahren die Effektivität der Behandlung zu steigern, unerwünschte Efffekte zu vermeiden und die Kosten erheblich zu reduzieren. Zu dieser Thematik vereinigt das GANI_MED-Konsortium (Greifswald Approach to Individualized Medicine) ausgewählte universitäre, außeruniversitäre und industrielle Partner aus dem In- und Ausland.

Initiator von GANI_MED ist die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald, die über ein großes Potenzial in der Individualisierten Medizin verfügt. Neben einer der modernsten Kliniken Deutschlands sind mit der bevölkerungsbasierten Study of Health in Pomerania (SHIP) die notwendigen Daten zur Prävalenz und Inzidenz häufiger Risikofaktoren, subklinischer Veränderungen und manifester Erkrankungen in der Bevölkerung vorhanden. Das Zentrum für Innovationskompetenz Funktionelle Genomforschung (ZIK FUNGENE) bringt insbesondere die diagnostischen Voraussetzungen für Individualisierungsstrategien mit.

GANI_MED setzt auf dieser Basis mit passgenauen strukturellen und inhaltlichen Ansätzen auf. Ein Strukturbereich umfasst die gezielte Erweiterung notwendiger Infrastrukturen und methodischer Kompetenzen (Biobanking, Bio- und Medizininformatik). Zudem werden zukunftsfähige Kooperationsstrukturen entwickelt sowie Maßnahmen zur gezielten Nachwuchsförderung und Weiterbildung umgesetzt. Drei inhaltliche, miteinander verzahnte Projektbereiche kombinieren diagnostische, epidemiologische und klinische Fragestellungen mit Problemen der Bioethik und der Gesundheitsökonomie. Dieser neuartige interdisziplinäre Ansatz erlaubt eine umfassende, nachhaltige Betrachtung und Weiterentwicklung der Individualisierten Medizin:

  • Im Projektbereich 1 werden moderne bioanalytische Verfahren systematisch weiterentwickelt und für Untersuchungen von Biomaterialien der SHIP und Patientenkohorten zur Entdeckung und Validierung neuer Biomarkerkandidaten eingesetzt.
  • Im Projektbereich 2 werden für fünf hochprävalente Krankheitsentitäten Patientenkohorten aufgebaut und Subgruppen für Interventionen definiert.
  • Der Projektbereich 3 beschäftigt sich mit ethischen und gesundheitsökonomischen Fragestellungen und entwirft gesellschaftlich akzeptable und tragfähige Konzepte für die Individualisierte Medizin.

Greifswald wird damit deutsches Zentrum eines internationalen Konsortiums in der Individualisierten Medizin. Die Nachhaltigkeit von GANI_MED ist in mehrfacher Hinsicht gesichert: die inhaltliche Verstetigung durch neue Professuren wird von Baumaßnahmen begleitet (z.B. neues Klinikum), die eine räumliche Umsetzung ermöglichen. Zudem haben sowohl das Universitätsklinikum als auch die Universität Greifswald die Individualisierte Medizin als strategischen Entwicklungsbereich definiert und in ihrer Ausrichtung verankert.

 

Abb.1 Die inhaltliche Struktur von GANI_MED
Abb. 2 Die Bündnispartner von GANI_MED

3. Hinweise für gute Forschungsanträge

Fragen vor dem Schreiben eines erfolgreichen Antrags:

  • Was werde ich an Neuem gelernt haben? Wird das Projekt etwas Neues, Originelles, Spannendes hervorbringen? „Welche Seite im Lehrbuch muss neu geschrieben werden, wenn das Projekt erfolgreich abgeschlossen sein wird?“
  • Warum sind die Arbeiten wichtig für mein Fachgebiet?
  • Sind meine Ziele klar und überzeugend?
  • Habe ich mein Konzept mit Fachkollegen diskutiert und kann ich es überzeugend rechtfertigen?
  • Ist mein Ansatz hypothesengetrieben oder exploratorisch? Hypothesengetriebene Ansätze (Überprüfung einer gezielten Fragestellung) besitzen traditionsgemäß mehr Überzeugungskraft als exploratorische („mal sehen, was dabei herauskommt“). Die Notwendigkeit einer (häufig risikoreichen und finanziell aufwendigen) exploratorischen Herangehensweise und der Umgang mit den erwarteten Datenmengen muss sehr gut begründet werden.
  • Ist die avisierte experimentelle Strategie am besten geeignet, das Projekt erfolgreich zu bearbeiten, oder gibt es Alternativen?
  • Werde ich den Antrag so klar, präzise und systematisch wie möglich formulieren?
  • Weiß ich, welcher Personenkreis meinen Antrag begutachten wird?
  • Werde ich den Antrag ehrlich, aber nicht unbedingt bescheiden formulieren (ohne Kürzungszulagen oder ähnliche „Tricks“)?
  • Werde ich mich um eine konsistente Abstimmung von Fragestellung, Arbeits-, Finanz- und Zeitplan bemühen?
  • Ist mir klar, dass ein guter Antrag die Arbeit erleichtert, wenn das Projekt bewilligt ist (nach einer Bewilligung kann das Projekt sofort begonnen werden)?
  • Bin ich mir im Klaren, welche positiven Aspekte (Forschungserfahrung, Vorarbeiten, Kooperationen, Ausstattung usw.) ich im Zusammenhang mit dem geplanten Projekt vorweisen kann?

Auszüge aus Ratgebern zum Verfassen von Forschungsanträgen:
„Die sieben Todsünden bei der Antragstellung“
(siehe W. Adamczak, Universität Kassel, http://www.uni-kassel.de/wiss_tr/antrag.pdf)

  • Der Antrag hat mindestens hundert Seiten.
  • Der Titel ist zwanzig Zeilen lang.
  • Die Zusammenfassung ist nicht nur lang, sondern langweilig.
  • Der Arbeitsplan beginnt mit: „Als Erstes muss eine Literaturrecherche gemacht werden.“
  • Nach fünfzig Seiten „Ideen“ ist der Arbeitsplan nur eine Seite lang.
  • Forschungsfragetellung, Arbeits-, Zeit- und Finanzplan sind nicht konsistent.
  • Das Jahrhundert-Werk soll beantragt werden.

Häufige Fehler beim Schreiben von Forschungsanträgen
(siehe ProSciencia, http://www.prosciencia.de/bin/Antragsratgeber.pdf)

  • Der Antrag ist zu speziell und für Außenstehende unverständlich formuliert.
  • Die Relevanz des Vorhabens bzw. des Forschungsziels bleibt unklar.
  • Das Forschungsziel wird nicht deutlich genug herausgestellt.
  • Die eigene Forschung wird zu detailliert beschrieben, während der Gesamtforschungszusammenhang unvollständig dargestellt wird.
  • Der Antrag ist unstrukturiert und enthält schlimmstenfalls zahlreiche sprachliche Fehler.

Develop a strong concept that FITS
(siehe University of Pittsburgh, http://www.survival.pitt.edu/)

  • Fill a gap in knowledge
  • Important
    1) to the field (and the reviewers)
    2) to the funding agency
    3) to you
  • Test a hypothesis (rather than being descriptive)
  • Short-term investment by agency that will lead to long-term gain for the field

Die übliche Hauptgliederung eines Antrags:

  • Zusammenfassung
  • Stand der Forschung und eigene Vorarbeiten
  • Ziele der Forschungsarbeit
  • Arbeitsprogramm
  • Finanz- und Zeitplan
  • Sonstige Voraussetzungen für die Durchführung des Forschungsvorhabens

Es empfiehlt sich, die Abschnitte in folgender Reihenfolge zu verfassen:

  • Stand der Forschung und eigene Vorarbeiten
  • Ziele der Forschungsarbeit
  • Arbeitsprogramm
  • Sonstige Voraussetzungen für die Durchführung des Forschungsvorhabens
  • Finanz- und Zeitplan
  • Zusammenfassung

Hier ein Meta-Link zu weiteren Links zum Verfassen von Forschungsprojektanträgen:
http://www.wu-wien.ac.at/forschung/projekte/antrag/wieschreibe 

 

4. Ausschreibungshinweise

BMBF
Konzeptions- und Vorbereitungsmaßnahmen deutscher Hochschulen zur Etablierung gemeinsamer Forschungsstrukturen mit Partnern im asiatisch-pazifischen Forschungsraum
Deadline: 12.02.10

  • Schwerpunktländer: Australien, China, Indonesien, Indien, Japan, Neuseeland, Singapur, Südkorea und Vietnam
  • Schaffung und Etablierung nachhaltiger und dauerhafter gemeinsamer Forschungsstrukturen (u.a. gemeinsame Laboratorien, gemeinsam genutzte und mittel- bis langfristig angelegte Feldversuche, Forschungsstationen und Versuchsanlagen, Etablierung gemeinsamer Forschergruppen)
  • Unterstützung deutscher Hochschulen bei der Internationalisierung ihrer Forschung
  • Aufbau struktureller und institutioneller Kooperationen zwischen Hochschulen im Bereich gemeinsamer Forschung. Aktivierung oder Ausweitung bestehender Kooperationen in der Bildung in Richtung Forschung
  • Rekrutierung ausländischer Wissenschaftler und Studenten für deutsche Hochschulen
  • Nach der Förderung sollen die Partner in der Lage sein, die gemeinsamen Strukturen aus eigener Kraft weiterzuführen oder zur Weiterführung und Verstetigung der gemeinsamen Forschungsstruktur qualifizierte Anträge bei z.B. den Fachprogrammen des BMBF oder der DFG, den nationalen Programmen des Partnerlandes, EU-Programme (z.B. ESFRI), ADB oder WB einzuwerben.
  • Gefördert werden können projektbezogene Reisen und Austausch von Experten sowie jede Art von thematischen Treffen
    • Reisen deutscher Wissenschaftler
    • Gastaufenthalte ausländischer Wissenschaftler in Deutschland 
    • Personal auf deutscher Seite 
    • Ausgaben für Veranstaltungen (z. B. Miete, Logistik) 
    • Sachmittel (z.B. Verbrauchsmaterial für Machbarkeitsstudien)
    • Unteraufträge (z.B. Beauftragungen im Partnerland)
  • < 2 (Pilotphase) +2 (Konsolidierungsphase) Jahre, < 100.000 €/Projekt/Jahr

    http://www.bmbf.de/foerderungen/14038.php

FuE-Projekte zum Thema "Funktionale Einwegsysteme für die Medizin und Bioproduktion"
Deadline: 31.05.10

  • Erforschung einer neuen Generation hochwertiger Einwegsysteme auf Basis von Hochleistungs- oder Funktionspolymeren für Anwendungen in der Medizin und/oder der Bioproduktion
  • industriegeführte vorwettbewerbliche Verbundprojekte
  • medizinische Anwendungen: z.B. extrakorporale Organunterstützung, Apherese, chirurgische Intervention, interventionelle Diagnostik, Wundmanagement, regenerative Medizin, Transfusionsmedizin, medizinische Hygiene, medizinische Textilien oder In-vitro-Diagnostik
  • Bioproduktion: hochwertige Biomoleküle, Bioreaktorik, Downstream-Processing, Filtrations , Fraktionierungs-, Membran- oder Separationstechnologien

    http://www.bmbf.de/foerderungen/14146.php

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zum Thema "Bioaktive Implantate"
Deadline: 05.08.10 (erneute Frist)

  • Umsetzung von Nanotechnologien oder Werkstofftechnologien für bioaktive Implantate
  • industriegeführte vorwettbewerbliche Verbundprojekte
  • implantierbare medizinische Systeme, die auf Basis biophysikalischer, biochemischer oder physikochemischer Einflussgrößen eine gezielte Wechselwirkung zwischen Implantat und biologischem Umfeld ermöglichen

    http://www.bmbf.de/foerderungen/7913.php
    http://www.bmbf.de/foerderungen/14147.php

Förderung von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet "Mobile Diagnostiksysteme"
Deadline: 31.03.10

  • innovative, bioanalytische Systeme für die medizinische Diagnostik
  • Lösungen zum Nachweis und zum Monitoring von Volkskrankheiten oder Infektionserkrankungen oder sinnvolle Ansätze Therapie begleitender Diagnostikmaßnahmen
  • Integration neuer diagnostischer Konzepte in etablierte Arbeitsprozesse
  • klare Verwertungsabsicht, maßgebliche Industriebeteiligung

    http://www.bmbf.de/foerderungen/14155.php

DFG
Dritte und letzte ANR-DFG-Ausschreibung für deutsch-französische Projekte in der Ernährungsforschung

Deadline: 15.03.10 (F)

EU
Innovative Medicine Initiative (IMI)

Deadline: 08.02.10 (1. Stufe)

Aufruf zur Einreichung für Verbundforschungsprojekte mit den Unternehmen, des Europäischen Verbands der Pharmazeutischen Industrie (EFPIA) zu folgenden Themen:

BMBF
Förderung von europäischen Forschungsprojekten zu psychischen Störungen (ERA-Net NEURON)
Deadline: 09.03.10, Beteiligte Länder: A, D, CA, IL, E, IT, PL, ROM, F, LUX, SF

  • Vorhaben zu Depressionen und bipolaren Störungen, Phobien und Angststörungen, Schizophrenie und psychotischen Störungen, Sucht und anderen psychische Störungen (nicht Demenz)
  • gesamte Breite von Forschungsansätzen von der Untersuchung grundlegender Krankheitsmechanismen bis hin zu klinischen Studien
  • mind. 1 der folgenden Gebiete:
    1. grundlagenorientierte Forschungsansätze zur Pathogenese und Ätiologie psychischer Störungen mit klarem Krankheitsbezug (z. B. Entwicklung innovativer oder gemeinsam verwendeter Ressourcen und Technologien)
    2. Forschungsansätze zur Entwicklung neuer Verfahren zur (Früh-) Diagnose, Therapie oder Rehabilitation auf dem Gebiet psychischer Störungen.
  • 3-5 Forschungsgruppen aus mind. 3 der beteiligten Länder
  • < 3 Jahre (ab 2011)

    http://www.bmbf.de/foerderungen/14178.php
    http://www.neuron-eranet.eu

ERA-NET PathoGenoMics "Transnationale Pathogenomik: Prävention, Diagnose, Behandlung und Monitoring von humanen Infektionskrankheiten"
Deadline: 15.03.10 (pre-proposal), Beteiligte Länder: D, A, F, H, IL, P, SLO, E

  • genombasierte Ansätze
  • Entwicklung neuer Diagnostika, Vakzine und Therapeutika gegen Infektionskrankheiten, die durch humanpathogene Bakterien oder Pilze verursacht werden
  • Analyse von Pathogenitätsmechanismen von Mikroorganismen, die entscheidend sind für den Infektionsprozess und die jeweilige Pathologie
  • Wechselwirkung zwischen pathogenen Mikroorganismen und ihren Wirten
  • max. Forschungsgruppen aus mind. 3 der beteiligten Länder
  • < 3 Jahre (ab 2011)

    http://www.bmbf.de/foerderungen/14187.php

Medizinische Infektionsgenomik - Genomforschung an pathogenen Mikroorganismen"
Deadline: 15.04.10

  • Forschungsarbeiten der anwendungsorientierten Grundlagenforschung zur Analyse von pathogenen Mikroorganismen, ihren Mechanismen und ihren Wechselwirkungen mit dem Wirtsorganismus sowie ihrer Begleitflora
  • Bedeutung für die Entwicklung von Diagnostika, Vakzinen und Therapeutika
  • zur Überleitung von in vitro-Ansätzen zu in vivo-Modellen soll die Entwicklung geeigneter Zell-, Gewebe- und Tiermodellen in die Forschungsarbeiten einbezogen werden

    Themenschwerpunkte
  • Genomvariabilität: Untersuchung der Variabilität innerhalb einer pathogenen Spezies, Etablierung des "Pan-Genoms", auch Spezies-übergreifende Untersuchungen, z. B. innerhalb eines Infektionsbereiches
  • Metagenomik: Untersuchung der Erbinformation einer gegebenen ökologischen Ni-sche zur möglichst vollständigen Bestimmung aller Spezies, auch unter Einbeziehung der Erfassung von Eukaryoten
  • quantitative funktionelle Genomik: quantitative Erfassung und Verfolgung von Infekti-onsvorgängen einschließlich systembiologischer Ansätze, z. B. Gene Expression Profiling, Gene silencing, epigenetische Modulation, SNP-Analysen
  • Protein Profiling: Analyse des Gesamtproteoms mit besonderer Berücksichtigung der Oberflächenproteome (Interaktion mit dem Wirt) und der Sekretome (Virulenzfaktoren)

    http://www.bmbf.de/foerderungen/14186.php

Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet "Mobile Diagnostiksysteme"
Deadline: 31.03.10

  •  innovative, bioanalytische Systeme für die medizinische Diagnostik in konkreten Anwendungsfeldern (Problematiken einer alternden Bevölkerung)
  • Lösungen zum Nachweis und zum Monitoring von Volkskrankheiten oder Infektionserkrankungen oder Therapie begleitende Diagnostikmaßnahmen
  • Integration neuer diagnostischer Konzepte in etablierte Arbeitsprozesse und Kompatibiltät zu gängigen Verfahren der medizinischen Praxis
  • klare Verwertungsabsicht
  • Orientierung an den gesetzlichen Anforderungen, Abbildung der gesamten Prozesskette, tragfähige Geschäftsmodelle, übergeordnete Begleitforschung

    http://www.bmbf.de/foerderungen/14155.php
    http://www.mstonline.de/foerderung/skizzen/aktuell

DFG
Vierte Nachwuchsakademie in der Medizintechnik - „Krankheitsspezifische und molekulare Bildgebung"
Deadline: 15.03.10

  • für Nachwuchsforscherinnen und -forscher
  • 1. Phase: 26.4.-1.5.10, RWTH-Aachen, Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technologien, Expertenvorträge zu unterschiedlichen nichtinvasiven Bildgebungsverfahren, Kontrastmitteln sowie zu deren Anwendung, Beratungsgespräche, Praktika, Laborbesichtigungen
  • 2. Phase: entwickelte Projektskizzen werden anschließend zu DFG-Anträgen mit eingeschränktem Umfang ausgearbeitet

    http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_10_08/index.html

Deutsche Krebshilfe
Mildred-Scheel-Postdoc-Stipendien
Deadline: 19.04.10

  • Postdoktoranden-Stipendien für junge Mediziner und Naturwissenschaftler an, Projekte auf dem Gebiet der kliniknahen onkologischen Grundlagenforschung bzw. der klinischen Krebsforschung an renommierten Institutionen im Ausland (< 2 Jahre)

    http://www.krebshilfe.de/nachwuchsfoerderung.html

5. Ausschreibungen

Gerhard-Domagk-Nachwuchsförderprogramm der Medizinischen Fakultät.

Zum 01.04.2010 sind 10 Promotionsstipendien sowie 3 Bachelorstipendien zu vergeben. Außerdem sind noch Rotationsstellen zu besetzen. Darauf können sich exzellente und leistungsstarke Nachwuchswissenschaftler, die als promovierte Ärzte klinisch tätig sind, bewerben. Bewerbungen bis 28. Februar 2010.
Details: http://www.medizin.uni-greifswald.de/forschung/nachwuchsfoerderung.html

Forschungsstipendien der Jackstädt-Stiftung für besonders qualifizierte promovierte deutsche Nachwuchswissenschaftler/innen, die auf folgenden Fachgebieten arbeiten: Ophtalmologie (Augentumoren und künstliches Sehen), Nephrologie (akutes Nierenversagen), Nicht-Alzheimer-Demenz, Onkologie (Palliativmedizin und Schmerzbehandlung). Die Stipendien sollen zur Durchführung eines weiterqualifizierenden Forschungsaufenthaltes verwendet werden. Bewerbungen bis 31. März 2010.
Details: http://www.jackstaedt-stiftung.de

Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Medizin des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam mit dem Medizinischen Fakultätentag. Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen Anreiz schaffen, sich in der medizinischen Lehre zu engagieren. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Exzellenzkriterium für Medizinische Fakultäten und Fachbereiche gestärkt werden. Bewerbungen bis 01. März 2010.
Details: http://www.mft-online.de/html/lehrpreis.htm

 

6. Vorankündigung

25./26.03.10
Seminartage Forschungsmanagement für Nachwuchswissenschaftler/innen


Schwerpunkte: Drittmittelprojektakquise, Projektmanagement, Verwertungsmöglichkeiten von Forschungsergebnissen

[Download Programm

Informationen bei Dr. Holger Kock, Stabsstelle Drittmittel, Tel. 86-5006, E-Mail: holger.kock@uni-greifswald.de

 

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Prof. Dr. rer. nat. Max P. Baur, Vorstandsvorsitzender/Wissenschaftlicher Vorstand/Dekan
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Aufsichtsratsvorsitzender
Sebastian Schröder


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Prof. Dr. rer. nat. Max P. Baur, Vorstandsvorsitzender/Wissenschaftlicher Vorstand/Dekan

Zuständige Aufsichtsbehörde:

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Zuständige Kammern:

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Zahnärztekammer M-V
Apothekerkammer M-V 


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Berufordnung der Zahnärztekammer


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