PiCoP-3

Identifikation von neoantigen-spezifischen Immunantworten und Verlaufsbeobachtung mittels zellfreier DNA bei Patienten mit Pankreas- und kolorektalen Karzinomen (PiCoP-3)

Im Rahmen der PiCoP-3-Studie wird bei Patienten nach Immun-Abwehrzellen gesucht, die Tumorzell-Strukturen, die während der Krebsentwicklung entstanden sind, erkennen können. Dabei soll eine Methode zum Nachweis dieser Zellen und zur Bestimmung ihrer Anzahl entwickelt werden.

Darüber hinaus wird die Menge der frei im Blut vorhandenen Tumorzell-Erbsubstanz ermittelt und ihre Veränderung während der Chemotherapie untersucht. Diese Informationen sind für die Entwicklung von Immuntherapien gegen Tumorerkrankungen von großer Bedeutung.

An der Studie PiCoP-3 können Patienten, die an einer Krebserkrankung der Bauchspeicheldrüse oder des Dickdarms leiden, teilnehmen, sofern sie keine Anämie haben.

Wir bitten die Patienten um eine Blutprobe von 100 ml vor einer operativen Entfernung ihres Tumors sowie um 5 Blutproben von je 6 ml innerhalb eines Jahres ab Beginn der Chemotherapie. Diese 5 Blutproben haben einen zeitlichen Abstand von mindestens 2 Monaten und sollen zusammen mit den Proben zur routinemäßigen Blutkontrolle abgenommen werden.

Darüber hinaus werden in einem Erhebungsbogen Daten zur Tumorerkrankung, zu Begleiterkrankungen, den Begleitmedikamenten und einige weitere persönliche Informationen erfasst.

Die Universitätsmedizin Greifswald arbeitet in dieser Studie eng mit Kooperationspartnern in Rostock und Teterow zusammen und tauscht mit diesem Daten und Proben der Patienten aus. Dies erfolgt jedoch in pseudonymisierter Form. Das bedeutet, die Kooperationspartner erfahren nicht den Namen oder das Geburtsdatum der Patienten und können diese nicht identifizieren. Wir verwenden stattdessen einen Code aus der Abkürzung für die Universitätsmedizin Greifswald und die Tumorerkrankung sowie einer laufenden Nummer.

Die Teilnahme an der Studie ist vollkommen freiwillig. Wenn Patienten sich nicht beteiligen möchten oder ihre Zustimmung später widerrufen wollen, erwachsen ihnen daraus keine Nachteile.