PiCoP-2

Das Ziel der Studie PiCoP-2 besteht in der Erfassung von genauen Daten zum zeitlichen Verlauf der Aktivität bestimmter Zellen des Immunsystems, also der körpereigenen Abwehr, sowie in der Untersuchung der genauen Zusammensetzung von Zellpopulationen des Immunsystems.

Dazu werden die Zellen des Immunsystems sowohl während der Chemotherapie als auch während der anschließenden Erholung nach Therapieende untersucht. Derartige Daten sind sehr wichtig, um den erfolgversprechendsten Zeitpunkt für eine mögliche Immuntherapie gegen den Tumor zu bestimmen.

Darüber hinaus sollen im Rahmen der Studie die Daten zum Immunsystem von Patienten mit Bauchspeicheldrüsen- und kolorektalen Karzinomen mit denen gesunder Menschen verglichen werden.

Um erforderlichen Daten zu erhalten, bitten wir Patienten mit Pankreas- und kolorektalen Karzinomen, an der Studie PiCoP-2 teilzunehmen. Den Studienteilnehmern werden ab Beginn der Chemotherapie zu 15 Zeitpunkten innerhalb eines Jahres Blutproben abgenommen. Sechsmal werden 18 ml und neunmal 5 ml Blut entnommen. Die Entnahmezeitpunkte liegen mindestens eine Woche, in fortgeschrittenen Behandlungsphasen in der Regel einen Monat auseinander. Die Blutentnahme soll möglichst zusammen mit der Entnahme von Proben zur Routineüberwachung erfolgen. Weitere Interventionen sind bei den Patienten nicht vorgesehen.

Zusätzlich werden in einem Erhebungsbogen Daten zur Tumorerkrankung, zu Begleiterkrankungen, den Begleitmedikamenten und einige weitere persönliche Informationen erfasst.

Die Universitätsmedizin Greifswald arbeitet in dieser Studie eng mit einem Kooperationspartner in Rostock zusammen und tauscht mit diesem Daten und Proben der Patienten aus. Dies erfolgt jedoch in pseudonymisierter Form. Das bedeutet, die Kooperationspartner erfahren nicht den Namen oder das Geburtsdatum der Patienten und können diese nicht identifizieren. Wir verwenden stattdessen einen Code aus der Abkürzung für die Universitätsmedizin Greifswald und die Tumorerkrankung sowie einer laufenden Nummer.

Die Teilnahme an der Studie ist vollkommen freiwillig. Wenn Patienten sich nicht beteiligen möchten oder ihre Zustimmung später widerrufen wollen, erwachsen ihnen daraus keine Nachteile.