Neuroimmunologie

Der Bereich Neuroimmunologie umfasst primär infektiöse Erkrankungen des Nervensystems, sowie entzündliche, autoimmune Erkrankungen mit Einfluss auf das periphere und zentrale Nervensystem.

Neuroimmunologische Erkrankungen sind dabei zum Beispiel Entzündungen der Hirnhäute (Meningitis), des Gehirns (Enzephalitis) des Rückenmarks (Myelitis), aber auch einzelner Nerven (Neuritis), Nervenwurzeln (Radikulitis) oder Nervengeflechte (Plexusneuritis).

Die Erkrankungen können dabei akut verlaufen, aber auch langsam chronisch progredient. Die Diagnostik und Therapie erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen verschiedenen neurologischen Bereichen (z.B. Liquorlabor, Neurophysiologie), aber auch anderen Fachbereichen (z.B. Immunologie, Radiologie, Pathologie). Ziel dabei ist es, die Erkrankungen zu heilen, oder ihr Fortschreiten zu vermindern.

Klinischer und wissenschaftlicher Schwerpunkt besteht in der Behandlung von autoimmunen Enzephalitiden in Zusammenarbeit mit dem Bereich der Epileptologie sowie die Behandlung der Multiplen Sklerose. Behandlung und Diagnostik erfolgen entweder im stationären Bereich, innerhalb der neuroimmunologischen Sprechstunde oder dem Therapiezentrum.

Sprechstunde Multiple Sklerose/ Neuromyelitis optica Spektrum Erkrankungen

Anerkanntes MS Zentrum der DMSG

 

 

 

 

Leitung

Sprechzeiten

Dienstag 09:00 - 17:00 Uhr

Mittwoch 09:00 - 13:00 Uhr

Donnerstag 14:00 - 16:00 Uhr

 

Terminvergabe und Anmeldung:

Frau Diedrich (Telefon: 03834 86-6851)

oder

Poliklinik (Telefon: 03834 86-6832)

 

 

 

In der Sprechstunde für MS und Erkrankungen aus dem NMO Formenkreis können sich Patienten vorstellen, bei denen entweder der Verdacht einer dieser Erkrankungen besteht oder bei denen die Erkrankung bereits gesichert ist und bei denen Fragen oder Probleme hinsichtlich der Erkrankung bestehen.

Bei den von uns betreuten Patienten werden regelmäßig sowohl klinische als auch MRT-Verlaufskontrollen durchgeführt, um die Krankheitsaktivität zu beurteilen, und im Falle von Hinweisen eines Fortschreitens Akuttherapie bzw. ggf. Anpassung der Basistherapie durchzuführen. Dabei gilt es als Therapieziel, die Krankheitsaktivität maximal aufzuhalten (sog. No Evidence Of Disease Activity - NEDA).

Im Rahmen der Ermächtigungssprechstunde §116b SGB V ist eine zeitnahe, effektive ambulante Versorgung auch von Seiten anderer Fachdisziplinen möglich (Neurourologie, Augenklinik etc.), um neben der krankheitsspezifischen Basistherapie auch eine optimale Diagnostik sowie symptomatische Therapie zu gewährleisten.

 

Weiterführende Links:

 

 

Leistungen der Neuroimmunologischen Ambulanz

  • Beratung, Diagnostik und Diagnosesicherung bei Patienten mit Verdacht auf oder gesicherter Multipler Sklerose oder Neuromyelitis optica Spektrum Erkrankung
  • Prüfung der Indikation zur immunmodulatorischen Basistherapie bzw. Eskalationstherapie
  • Beratung zu den verfügbaren Therapieformen, inklusive symptomatischer Therapie
  • klinische und neuroradiologische Kontrollen
  • Diagnostik und Therapie bei V. a. Schub oder Krankheitsprogredienz
  • Beratung der Patientinnen und Patienten bei Kinderwunsch
  • Beratung von Angehörigen
  • sozialdienstliche Beratung
  • neuropsychologische Hirnleistungsdiagnostik
  • psychologische Unterstützung, ggf. mit Anbindung an psychotherapeutische Versorgung
  • ggf. weiterführende ambulante Diagnostik (z.B. Urologie, Innere Medizin, Neurochirurgie etc. ) oder tagesklinische bzw. stationäre Behandlung

 

Sollten Sie Fragen haben, nehmen sie einfach telefonisch oder per Email mit uns Kontakt auf, wir werden Ihre Anfragen beantworten.

 

Neuroimmunologische Sprechstunde

Leitung

Dr. med. M. Grothe

 

Oberarzt

Terminvergabe und Anmeldung:

Frau Diedrich (Telefon: 03834 86-6851)

oder

Poliklinik (Telefon: 03834 86-6832)

 

 

In dieser Sprechstunde werden Patienten mit verschiedenen inflammatorischen oder autoimmunen Erkrankungen betreut, zum Beispiel:

  • Vaskulitiden
  • Kollagenosen
  • paraneoplastische Syndrome
  • autoimmune Enzephalitiden

 

Die Sprechstunde ermöglicht dabei eine ambulante Betreuung der Patienten und ggf. weiterführende tagesklinische oder stationäre Diagnostik und Therapie.

 

Sollten Sie Fragen haben, nehmen sie einfach telefonisch oder per Email mit uns Kontakt auf, wir werden Ihre Anfragen beantworten.

Neuroimmunologisches Therapiezentrum

Im Therapiezentrum können alle für neuroimmunologische Erkrankungen zugelassenen Medikamente appliziert werden. Dies erfolgt in den Räumlichkeiten der neurologischen Tagesklinik (Panoramarundgang unter https://www2.medizin.uni-greifswald.de/neurolog/fileadmin/panoramarundgang_neurologie/).

Diese Medikamente werden entweder in einem ambulanten oder tagesklinischen Setting appliziert. Die Organisation erfolgt über die neuroimmunologische Sprechstunde oder die Tagesklinik.