Wald|Gesund

Shinrin-yoku ("ein Bad im Wald nehmen") ist in Japan schon seit den 1980er Jahren Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und kann auch auf Rezept verordnet werden. Zahlreiche Studien zeigen, dass ein achtsamer, bewusster Waldspaziergang kurzfristig zahlreiche physiologische Gesundheitsindikatoren positiv beeinflussen und Depressionen lindern kann. Auch wenn die Forschung zu naturbasierten Verfahren seit Jahren kontinuierlich zunimmt, ist sie in Europa vergleichsweise neu.

Daher entwickeln wir im Projekt „Wald|Gesund“ ein mehrwöchiges naturbasiertes Angebot mit insgesamt drei inhaltlichen Schwerpunkten für die Region Vorpommern und evaluieren seine Wirkung bei älteren Menschen, Menschen mit Depressionen und Menschen mit Bluthochdruck. Das Forschungsprojekt betrachtet die wechselseitigen Gesundheitseinflüsse von Menschen und Wald sowie die Wirkmechanismen verschiedener naturbasierter Angebote. Darüber hinaus untersuchen wir die Passung von naturbasierten Angeboten mit den persönlichen Bedürfnissen und Präferenzen der Nutzenden sowie potentielle mittel- und langfristige Effekte auf deren Gesundheit und Lebensqualität.

Unsere Kooperationspartner*innen im Rahmen des Projektes „Wald|Gesund“ sind Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier (Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie und Direktorin des Zentrums für Psychologische Psychotherapie (ZPP), Universität Greifswald) und Dr. Kristin Lehnert (Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B, Universitätsmedizin Greifswald).

Das Forschungsprojekt ist Teil der T!Raum-Initiative „One Health Region Vorpommern“. Das Bündnis, das von Prof. Steffen Fleßa, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Gesundheitsmanagement, koordiniert wird, erhält dafür bis zu 18 Millionen Euro über einen Zeitraum von 9 Jahren vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Ziel der Initiative ist, Gesundheit nicht getrennt in verschiedenen Teilbereichen zu betrachten, sondern verschiedene Dimensionen, sei es die Gesundheit der Menschen, der Umwelt oder der Tiere zu vereinen. Als Grundlage steht das Verständnis, Gesundheit in ihrer Ganzheitlichkeit und als übergreifende Aufgabe von Gesundheitswesen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten.

Förderkennzeichen: 03TR12W08A
Laufzeit: April 2024 bis März 2027

Studienleitung:
Prof. Dr. Susanne Wurm

Kooperationspartner*innen:
Prof. Dr. Eva-Lotta Brakemeier
Dr. Kristin Lehnert

Projektmitarbeiter*innen:
Ann-Kristin Reinhard (Projektkoordinatorin)
Sophie Hauck (Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie)
Mandy Brotzki
Nicole Junker
Paul Schweizer (Lehrstuhl für Klinische Psychologie und Psychotherapie, stud. Hilfskraft)
Nina Standar (stud. Hilfskraft)
Friederike Schmitz (stud. Hilfskraft)
Willie Holtz (Forschungspraktikant)